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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1933-08-01 · 3-4 (August 1933) · p. Seite 144

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
3-4 (August 1933)
Date
1933-08-01
Page
Seite 144 (sequence 6)
Language
German
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daten Benj. Feilbogen, der noch im Hause seiner Eltern, des Rabb. josef Biach Feilbogen in Holleschau, Mähren (dem Geburtslande Jellineks) weilt und sich scheinbar von da aus um einen Posten bewirbt. Dr. Benj. Feilbogen ist 1822 geboren, war Schüler von R. Sal. Quetsch, von welchem er auch das Rabb.-DiplomrriTlVr mm erhielt. Nach mehrfachem Bemühen u. Bewerben um eine Rabbinerstelle wurde er im Jahre 1857 in Herman-Mestec als Rabb. gewählt. Nachher wirkte er in Gr. Meseritsch, woselbst er bis 1873 verblieb, um dann nach Wien als Religionsprofessor an Mittelschulen zu gehen. Er starb in Wien i. J. 1914. Im }ntf *»33 1850, Heft 13, findet sich ein exeg. Beitrag von ihm. Im J. 1872 veröffentlichte er eine Schrift rjDT MS Bemerkungen zu Pirke Abot, Leipzig. (Gold: Juden und Judengemeinden Mährens, Seite 231). Die drei an den Rabbinatskandidaten Benj. Feilbogen von Jellinek gerichteten Briefe datieren: I. vom 22. Juni 1853, II. vom 4. Februar 1855 und II. vom 13. März 1857. Die ersten zwei Briefe sind in jüdischer, der dritte in deutscher Schrift geschrieben. Die Rechtschreibung jener Zeit ist hier in der Wiedergabe nach dem. Original beibehalten. Diese drei Briefe sind wohl mehr als p^n nrw, als „einfaches Gespräch" anzusehen, da einen Blick gewähren in die damalige Zeitverhältnisse in den verschiedenen Gemeinden. „Alles schon dagewesen", kommt auch da zur Geltung. „Wir ersehen aus den Briefen, wie nicht 'leicht es schon damals war, einen Rabbinerposten zu bekommen. Wie um eine vakante Stelle gar bald der Wettlauf der Kandidaten und Bewerber begonnen; wie da von verschiedenen Seiten jetzt „interveniert" wurde. Namen von Rang und Klang, tauchen in diesen Briefen auf, deren Träger schon damals ihre Stellung sich erst nach hartem Kampfe erringen mußten. Aber auch die Genugtuung und Freude Jellineks empfinden wir beim Lesen der Briefe über den seinem Mühen und Streben zuteil gewordenen Erfolg, während seiner ersten Amtstätigkeit in Leipzig. Mit berechtigtem Stolz erklärt er, er bewerbe sich nicht um eine in Wien ausgeschriebene Predigerstelle, wenn er auch sehr gerne hingehen möchte. Er hatte auch keine „Probepredigt". — So bilden wohl auch diese drei Briefe des großen Meisters ein interessantes Dokument für die inneren jüdischen Verhältnisse des alten 144

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