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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1933-08-01 · 3-4 (August 1933) · p. Seite 143

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
3-4 (August 1933)
Date
1933-08-01
Page
Seite 143 (sequence 5)
Language
German
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Drei Briefe Adolf Jellineks. Von Dr. M. G. Mehrer, Wien. Vorwort. Vierzig Jahre sind es nun, seitdem der große Kanzelredner Dr. Adolf Jellinek für immer die Augen geschlossen. Doch ist lange noch nicht das Licht des Qeistes, daß er im Laufe seines jahrzente langen Wirkens und Schaffens entfacht und angezündet, erloschen. Noch hört man von alten und hochbetagten Zuhörern Wunder erzählen von der gewaltigen Kraft und Macht des gefeierten, gottbegnadeten Redners und Predigers Jellinek, zu dessen Reden sich die Schar der Zuhörer immer mehr drängte. Bedeutend und groß war aber Jellinek auch als Gelehrter und Forscher, dessen gründliche und tiefschöpfende Geistesprodukte nicht minder die allgemeine Anerkennung der damaligen Gelehrtenkreise gefunden hatten. Ein bekanntes Wort unseres Schrifttums lautet: TitA p^jt rrn btt \b\r\ nrw tfr** „Auch das gewöhnliche, einfache und alltägliche Gespräch von Weisen erscheint wert und würdig als Gegenstand des Studiums behandelt zu werden." (Sukka 21, Ab. Zara 19.) Denn wahrlich: auch in den gewöhnlichen, scheinbar unwichtigen u. unbedeutenden Äußerungen und Meinungen des Denkenden und Wissenden spiegeln sich Adel und Größe des Geistes. Auch diesen „einfachen, schlichten Worten" läßt sich Höheres, ja Erhabenes abgewinnen; auch dies ist geeignet zum Denken und Nachdenken anzuregen und die Geistesflügel zu beschwingen. Nicht nur für die Umgebung und Umwelt, sondern auch für die Nachwelt und späteren Generationen. Von diesem Gesichtspunkt aus soll auch die Publikation der drei Briefe des weltbekannten, berühmten Rabbiners und Predigers Dr. Jellinek betrachtet werden, die ich hiemit dem Druck übergebe und deren Überlassung ich dem verehrten Direktor der Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, Herrn Reg. Rat Dr. B. Wachstein verdanke. Sämtliche drei Briefe stammen aus der Jugendzeit Jellineks, wo er als Prediger in Leipzig wirkte und sind an den Rabbinatskandi- 143

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