Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 3 (1932-1933)
- Issue
- 1 (September 1932)
- Date
- 1932-09-01
- Page
- Seite 39 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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Es würde zu weit führen, wollte ich alle kostbaren heiligen Geräte, so sehr sie es auch verdienen, hier einzeln anführen. Stolzen Gefühles verließ ich die Synagoge und machte mich auf den Weg zum Friedhof. Hier überkam mich ein wehmütiges beschämendes Gefühl. Könnten die Toten, die unter den verfallenen und bemosten Grabsteinen ihren Gräbern entsteigen und ihre Klagestimmen hörbar machen, sie würden Recht haben. Denn dieses „Haus des ewigen Lebens" ist verfallen und vernachlässigt. Nur einige Grabsteine sind in den letzten Jahren aufgefrischt worden. Ein herrlicher Stein trägt die Inschrift: „Hier ruht die angesehene und fromme, zarte und edle achtzehnjährige Frau Sarah, Tochter des berühmten Gaon Rabbi David Oppenheim, Oberrabbdner der heiligen Gemeinde Prag und Landesrabbiner, Gattin des R. Jonah, die im Hause des Kozin R. Abraham Eger am Montag, den 20. Elul verschieden ist und am Dienstag den 21. Elul 473 (abgekürzte Zahl) begraben wurde. „David Oppenheim war eine überragende Persönlichkeit seiner Zeit. Er ist auch der Autor von mehreren rabbinischen Werken. Seine seltene Buchsammlung befindet sich in der Bodleyanischen Bibliothek in Oxford. Geschichte der Juden in Stupava (Stampfen). Nach dem von Oberrabbiner M. S. Herzog, Stupava, verfaßten hebräischen Werke UTQ HPp# IV. Fortsetzung. Wenn nun diese Männer, die der Gemeinde solche große Unannehmlichkeiten, Aufregungen und Spesen verursachten, verdient hätten, daß sie die ganze Schuld aus Eigenem tilgen müßten, überdies ihnen noch eine strenge Strafe auferlegt werden sollte, doch in Anbetracht dessen, daß Reb Izig Geiringer, s. A., schon längst nicht mehr unter den Lebenden weilt (er starb in Stupava Freitag Nachts und wurde Sonntag am Klein Schuschan 39