Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 3 (1932-1933)
- Issue
- 1 (September 1932)
- Date
- 1932-09-01
- Page
- Seite 34 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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6 Im Texte steht BtWHÄ« — Dieser Name ist als Ortsname zu deuten. Es ist schwer zu entscheiden, ob der Ort Triesch in Mähren gemeint ist, wofür das £ am Ende des Wortes spricht, da im jüd. Schrifttum Triesch nur tötP*Hß geschrieben wird. Eine zweite Möglichkeit wäre, den Ort für Troyes in Frankreich zu halten. Troyes wird aber mit t#mtD oder ^1**10 wiedergegeben. Diesen Namen tPmiö °der tWHB tragen zahlreiche Angehörige einer von Raschi abstammenden Familie, deren Mitglieder in Deutschland, Böhmen und Polen lebten. (Dazu s. Haeschkol hsrg. von Günzig, Bd. VII., S. 166.) Der Vollständigkeit halber sei noch angeführt: Dr. H. Flesch, Stadt Kanitz, ist der Meinung, daß laut Freimann 211 Leket Joscher S. XXXIV, wo die Literatur angegeben istffitPl'HÖTriest bedeute. Sollte mit dem Namen tDtWllö das mährische Triesch gemeint sein, so wäre dies ein Beweis dafür, daß schon im 13. Jh. eine Judengemeinde in Triesch bestanden hat. 7 Psalm. 144, 8. 8 Nämlich R. Schelomoh. 9 II. Samuel 14, 17. 10 Bezeichnung für einen großen Gelehrten; sie bezieht sich auf R. Jakob Triesch. 11 In dem Sinne, daß man sich mit ihr nicht mehr verschwägern kann. 12 Gen. 34,7. 131. Chronik 17, 8. 14 Auf dem Wege nach Barcelona hatte der Bote der beiden Bittsteller auftragsgemäß den Fall auch den Rabbinen und Schriftgelehrten in anderen Orten vorzulegen und deren Zustimmung einzuholen. Dies war früher der allgemeine Vorgang. 15 S. Anmerkung 20. 16 Hoheit, Genie. Titel der babyl. Schulhäupter und berühmter Männer in Israel. 17 Junge Thoraschüler. 18 Proverb. 21, 8. 19 Unklar! müßte heißen: „hierher (nach Austerlitz) aus der Stadt Wien gekommen sind". Vielleicht aber wohnte der Verleumder in Wien. In dem uns vorliegenden Drucke ist der Ortsname mit fc^pl angegeben; vielleicht ist dies fehlerhaft und $y*} — Wien zu lesen. Auch Dr. Flesch vermutet, daß hier ein Druckfehler vorliege und statt vielleicht zu lesen sei. (Flesch, Pinax von Austerlitz, Jahrb. f. jüd. Volkskunde S. 654—55.) Übrigens ist der Wohnort der Brüder David und Asriel sowie der in dem Responsum angeführten Rabbiner und Zeugen nicht angegeben. Aus der Überschrift geht lediglich hervor, daß das Schreiben an Aderet von Austerlitz aus abgegangen ist. 20 Das ist R. Jakob Triesch. Er hieß Jakob Jassachar und unterzeichnete gewöhnlich nur Jessachar. 21 Diese Abkürzung, die unmittelbar der Unterschrift folgt, soll nach Herrn Prof. Samuel Krauss in Wien, bedeuten: mm» pf nrrtr r; nbish mas w*rb* vtit „Gott möge ihn am Leben erhalten, seine Ehre sei ewig bis zur baldigen Rückkehr nach Zion." Die Abkürzung bezieht sich demnach auf R. Schalom, den Vater des R. Jessachar. 22 Proverb. 24, 25. 23 Proverb. 1, 33. 24 Ausdruck der Verzweiflung. Vgl. Hiob 13, 14. 25 Jerem. 36, 18. 26 Hiob 18, 4. 27 Ps. 31, 19. Durch die Verleumdung werden auch die verstorbenen Mitglieder der Familie geschmäht. 34