Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 3 (1932-1933)
- Issue
- 1 (September 1932)
- Date
- 1932-09-01
- Page
- Seite 31 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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ßen. Und warum (würde ich mich darüber wundern)? Weil es bekannt ist, daß darauf der Bann gesetzt ist, wenn jemand irgendeine Familie in dieser Weise schmäht. Und wenn jemand in seiner Dummheit Gott verleugnet,28 warum sollte man ihm die Zähne nicht stumpf machen29 und über ihn im Namen Gottes den Bann nicht verhängen und von der Gemeinde absondern? Und mein Lehrer R. Chajim, der gottesfürchtig und eifrig ist und die Thoragelehrten der Stadt und der (anderen) Gemeinden sind dafür, daß man ihn bestrafen soll. Ist doch die Familie des R. Dawid und des R. Asriel, wie mir alte Männer gesagt haben, bis in das vierte Geschlecht einwandfrei und die Tatsachen beweisen es auch. Denn schon zur Zeit unserer alten Lehrer, ges. And., haben sich mit ihrer Familie verschwägert die vornehmsten Leute, und keiner zuckte mit den Flügeln und keiner zwitscherte.30 Und besonders nun in der letzten Zeit, da alle vornehmsten Familien sich drängen, sich mit ihnen zu verschwägern. Wenn also ein Dummer über sie etwas Nachteiliges gesprochen hat, so möge Gott seine Familie vernichten' und seine Habe auf der Erde möge sich verringern.31 Das sei seine Strafe vom Obersten (= himmlischen) Gericht, denn vom Untersten (= menschlichen) Gericht ist seine Strafe schon festgestellt: Wer seinen Nächsten einen Sklaven nennt, der sei in den Bann getan.32 Zusammenfassend: Die Familie ist bekannt in ganz Israel als einwandfrei und vornehm, und das Volk Israel lügt nicht,33 selbst bei unwichtigen Angelegenheiten. Umso weniger wird es schmähen lassen Lebendige und Tote. Wenn das geschehen ist oder geschehen wird, so schließe ich mich meinen Lehren an in jeder Strenge der Strafe, die sie angewendet haben oder anwenden werden. Wer aber seinen Mund und seine Zunge bewahrt,34 dessen Glück möge Gott erhöhen, wie es der Wunsch ist des jungen35 Chajim Paltiel. [Zustimmungsschreiben des R. Sabbatai ben R. Samuel.] Da unsere großen und alten Rabbiner über die Familie des R. Dawid und R. Asriel bezeugen, daß sie rein ist, was auch festgestellt worden ist, so möge den, der über sie Übles verbreitet und die Familie schmäht, Not und Bedrängnis heimsuchen. Und wer seinen Mund geöffnet hat oder öffnen wird (zu diesem Zweck), der 31