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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1932-09-01 · 1 (September 1932) · p. Seite 32

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
1 (September 1932)
Date
1932-09-01
Page
Seite 32 (sequence 37)
Language
German
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zerstört das Gesetz. Denn dafür ist der Bann ausgeschrieben, und er verdient, daß man ihn empfindlich bestrafe. Sind Zeugen vorhanden, (daß er solche Schmähung verbreitet hat), so ist das Gesetz bekannt, welches lautet: Wer seinen Nächsten als Sklaven bezeichnet, den soll man in den Bann tun. Sind aber keine Zeugen da, so wird er schon von Gott bestraft werden, so daß er in dieser Welt keine Ruhe findet. Wer aber seinen Mund und seine Zunge (vor Schmähung) bewahrt, den möge sein Schöpfer segnen, daß Freude in seinem Hause walte, wie es der Wunsch ist des Sabbatai ben Samuel, dessen (Samuels) Licht leuchten möge. [Die Antwort des R. Salomo ben Aderet.] Was ich (Aderet) erwidert habe. Ein lautes Getöse vernehme ich,36 und Streitigkeiten sehen meine Augen und mein Herz schreit dazu, wie ein Löwe.37 Oh, daß ich jetzt, noch bevor sich die Türe auf ihrer Angel dreht,38 einen Boten fände, durch den ich Heilung senden könnte, da würde ich mich beeilen und die Antwort rasch schreiben, um die Verwirrung zu lösen, damit Ihr dort nicht länger im Unklaren lebet.39 Der Herr des Friedens möge Euch Frieden senden und Euch zum Segen bestimmen. Als Euere Schrift an mich gelangte und ich sie öffnete, da stand ich verwundert40 und wußte eigentlich nicht, was Ihr von mir verlanget. Soll ich erklären, daß die Familie einwandfrei ist, oder daß der Betreffende bestraft werden soll? Aber sei dem, wie ihm sei, so steht doch fest, daß die Familie rein ist, und zwar aus mehreren Gründen: Erstens ist jede Familie in Israel als rein anzusehen. Und wenn ein Narr verleumdet, 41 so ist er ein Frevler, der wegen einer Sünde sterben wird,42 und man braucht ihn nicht zu beachten. Denn was für einen Vorzug soll eine böse Zunge haben?43 Wollten wir die Worte /streitsüchtiger Menschen beachten, dann würde wohl keine einzige alte Familie als rein erscheinen. Aber selbst wenn sich ein solches Gerücht verbreitet,44 so soll man es, wo Feinde vorhanden sind, nicht beachten, weil anzunehmen ist, daß es von den Feinden verbreitet wurde, wie es aus Jebamot 25a hervorgeht. Umsomehr gilt dies, da in unserem Fall der R. Jizchak die Reinheit der Familie geprüft und durch Zeugenaussagen untersucht hat; diese Zeugen versicherten, daß die Familie sowohl mütterlicher-, als auch 32

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