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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-06-01 · 4 (Juni 1931) · p. Seite 284

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
4 (Juni 1931)
Date
1931-06-01
Page
Seite 284 (sequence 68)
Language
German
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de, dahero um denen daraus erwachsenden Übeln und ärgerlichen Folgen mit der nötigen Beschränkung entgegen zu sehen, alle Spiele, außer zumi Zeitvertreib um Gemüts-Ermunterung an den gewöhnlich acht Weihnachtsdann vier mittlere Ostern- und Lauberhüttenfesten, wie auch an denen zwei Faschingstagen und bei denen unpässlichen Leuten und Sechs-Wöchnerinnen, jedoch mit schärfster Ausnahme deren vermög allerhöchsten Kaysl. königl. Patenten ddo den 19. Septembris 1719 und 27. April 1746 verbotenen und hohen Spielen hierdurch auf das nachdrucksamste untersaget werde." Artikel 18. Von Abstellung unnötiger Ausgaben. 17)„Dieweilen die Judenschaft durch verschiedene Gasterei und Tractamenten nicht weniger auch durch namhafte Schenkungen in ihren Prästationskräften vielenteils abgeschwächt worden, dahero vorjetzt und künftigen Zeiten alle bishero von Gemeingeldern bestrittene Tractamenten, und die bei jeder Hochzeit aus der Gemeind-Kassa abgereichte Verehrungen und Geschenke hiemit gänzlich und bei schärfster Straf verboten wird." Im Pinax der Gemeinde Tfebitsch findet sich folgende Verordnung vom 2. Novemb. 1757.18) „Nachdem schon vor vielen Jahren aus vergangenen Zeiten her ein Verbot besteht, aber auch wir selbst verwarnt und mit aller Strenge zurechtgewiesen, die Zusammenkünfte unverheirateter, und der Verkauf von Kaffee und süssen Bäckereien an Sabbaten verboten, dadurch wird der Sabbat entweiht und es zieht ein Vergehen ein anderes nach sich. Dadurch werden junge Leute auch an Werktagen verführt, sie bestehlen die Eltern und vergeuden bei Fremden deren Gut. Aber auch Gemeindemitglieder werden verführt, „man zeigt dem Dieb den Weg zum Einbruch", sich fremden Frauen anzuschliessen, ihre Zeit mit Spiel und Leichtsinn, die zur Unzucht führen, zu verbringen. Nachdem so viele unschuldige Säuglinge und Schulkinder hinweggerafft wurden, die irdische Welt verlassen, Gott in seinem großen Erbarmen rufe zu dem Engel des Verderbens „lass ab". Es tragen aber noch andere Umstände dazu bei, die Ehre der Gemeinde herabzusetzen, die Bewohner unserer Stadt werden zum Spott unter den Völkern, zumal unser Ansehen bei der frommen und gottesfürchtigen Gutsherrschaft darunter leidet, sie hasst jede Unzucht 284

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