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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-06-01 · 4 (Juni 1931) · p. Seite 256

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
4 (Juni 1931)
Date
1931-06-01
Page
Seite 256 (sequence 40)
Language
German
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so hoch angebracht worden ist, daß ihm der Nachbar in die Stube schaut, so daß er keinen unbewachten Bissen zum Munde führen könne. Daß es sich in dem vorerwähnten Falle Prokop Dvorecky contra Bassewi um eine vorübergehend eingerichtete „Sukke"sa) oder „pod zelenä" handelt, das dürfte der Leser schon aus dem unbestimmten Wörtchen „irgendeine" erkennen. Daß auch Dr. Winter diesen Anbau als etwas Vorübergehendes, Provisorisches ansah, erkennt der Leser auch daran, daß er unmittelbar zu dieser Baubeschwerde bemerkt, daß die Juden an ihren Häusern „pod zelene" also „grüne Holzhütten" schon viel früher anlegten. Bereits im J. 1568 findet sich eine Klage des Juden Isak gegen einen Zimmermann vor, daß ihm dieser die Laubhütte oberhalb der Pawlatsche und der Dachkammern nicht ordnungsgemäß errichtet hat.8) Daraus folgert Dr. Winter, daß die Maurer die Idee zur Errichtung jener Altane von den Judenhäusern entlehnt haben dürften. Im „Gal-Ed"7) wird ferner bemerkt, daß dem Jakob Bassewi auch „ein großes Haus samt Garten, nahe der Moldauüberführ, welches den Namen ,Golczscher Hof führte", gehörte. Dieses — dritte — Haus Jak. Bassewis dürfte mit dem von ihm am 18. Juli 1622 von Samuel Mayzl um 3000 fl. Conv. Münze erworbenen „Haus samt Garten"5) identisch sein. Das vierte Haus — C. No 75-V — „bey den drei Brunnen" erstand Bassewi im J. 1623.5) Dieses übertrug er noch zu seinen Lebzeiten seinem Sohne Nathan und dessen Ehegattin Anna Channa, Tochter des „Rabbi und Judendoktors" Salomon aus Lublin. Über ein fünftes Haus, ohne Angabe der C. No. berichtet Dr. Teige. Es war dies ein Eckhaus „auf der drüberen Seite der Würfelgasse" —, also gegenüber dem ersten Bassewischen Hause; dieses kaufte schon zu seinen Lebzeiten — im J. 1623 — dessen Sohn Lev (Lebl) Bassewi zusammen mit „Rabbi Entschko, sonst auch Anselm Sacardot genannt" um 2625 Schock böhm. Gr. Derselbe Sohn Bassewis kaufte auch — das sechste in der Reihe der Bassewischen Häuser — ein in der Nähe der Meislsynagoge gelegenes Haus in der Schmalen Gasse — ehemals Goldene Gasse — um 800 Schock M., welches er im J. 1663 seiner mit Veit Fleischl Münk aus Wien verehelichten Tochter Esther zur Mitgift gab.5) Der Erwerb so vieler Christenhäuser durch Juden blieb selbst- 256

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