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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-06-01 · 4 (Juni 1931) · p. Seite 234

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
4 (Juni 1931)
Date
1931-06-01
Page
Seite 234 (sequence 18)
Language
German
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auf seinem Bette liegt, umbringen werde.23) Über den Ausgang dieses Streites fehlen weitere Berichte. Zwei Response^ des R. Eleasar aus Passau sind in der Responsensammlung des R. Israel Bruna Nr. 279 und 280 gedruckt, gegen welche obgenannter R. Peretz Einspruch erhob und sie gründlich widerlegte, dort gießt er seinen Zorn und seine Galle über R. Eleasar aus. Dieselben sind in obgenannter Responsensammlung Nr. 277 und 278 enthalten. IV. R. Mose ben R. Israel Bruna lebte in der Mitte des 15. Jahrhunderts in Prag, ob er dort rabbinische Funktionen ausübte oder Privatgelehrter war, ist unbekannt. Er wird in der Responsensammlung seines Vaters Nr. 27 erwähnt und eine Entscheidung vom ihm ist in Nr. 130 gedruckt. V. R. Simsenaus Prag verfaßte ein Buch über die Schreibweise des Scheidebriefes, welches die späteren Rabbiner benützten. Er stand in freundschaftlicher Beziehung zu Israel Isserlein und starb noch zu Lebzeiten des Letzteren, da Isserlein ihn immer mit den Worten s. A. erwähnt.24) VI. R. Jakob Pollak, der „Baal ha-Chillukim". R. Jakob Pollak, auch der „Baal ha-Chillukkn" genannt, war einer der schärfsten Geister unter den Talmudgelehrten und einer der größten Dialektiker (Pilpulist) in der talmudisch-ra'bbinischen Wissenschaft. Er ist um das J. 1460 in Polen — vielleicht in Krakau — geboren, und daher in Deutschland und Böhmen, wegen seines Geburtsortes „Pollak" genannt. Noch als Jüngling kam er nach Nürnberg, um die Worte des R. Jakob Margulies — der größten rabbinischen Autorität Deutschlands — zu lauschen, und seine scharfsinnige dialektische Lehrweise des Talmuds (Pilpul) sich anzueignen. R. Jakob Pollak überragte seinen Meister in dieser Beziehung aufs höchste; denn er besaß die Kombinationskunst, die allerschärfsten Gegensätze durch Scharfsinn und Haarspalterei in nähere Beziehung zu bringen. Noch jung am Jahren, wurde er zum Schulrektor des großen bekannten Lehrhauses in Prag ernannt. Dort sammelten sich Schüler aus allen Weltgegenden um ihn, seiner neuen Lehrweise und seinen scharfsinnigen Vorträgen zu lau- 234

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