Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 1 (1930-1931)
- Issue
- 4 (Juni 1931)
- Date
- 1931-06-01
- Page
- Seite 221 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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den wäre! Was hingegen die 2. mit „biblischem Kolorit" versehene Konjektur anbelangt, kann man das nicht mehr als eine aus dem Texte herausentwickelte Verbesserung, sondern als ein Hineintragen fremder, im Texte sicherlich nicht vorhandener Wörter bezeichnen. Denn daß das Wort «qvv-qI" sicherlich in den Kontext hineinpaßt, darüber wird doch kein Zweifel bestehen können. Wir können also über diese beiden Konjekturen, obschon der Verfasser sie in seltenem Panegyrismus als „bestechend" bezeichnet, füglich hinweggehen.1) Da nun die Ermittlung der beiden Wörter xfop und nicht ohne Bedeutung für die Geschichte der Juden im XI. Jahrhundert ist, wie ja dies auch aus den beiden sehr ernsten Arbeiten von Steinherz und Tykocinski ersichtlich ist, möchte ich mir nun gestatten, ebenfalls eine Vermutung über diese beiden Wörter hier auszusprechen, von der ich glaube, daß sie uns der Lösung dieser schwierigen Stellen näher bringen dürfte. Doch ehe ich an meinen Lösungsversuch gehe, möchte ich hier nochmals die beiden Stellen, in welchen die beiden, uns so große Schwierigkeiten bereitenden Wörter stehen, mitteilen: I. p lnro mwo m^rrpn ^\sn diS monaa d^m-t toici b&o\ Krimi pniKMjroi pen tnrnt? tj& nnnK tvtrrtpz wjr bzrr\ nrrnm rarma mm rnxi na rhu lwrpi n^rraai VrrtK T^rni rat? rrnaa rrrr iL 1 vhw k rrw tnp ^3« d&tt nw» o^im iki -nwe3) *m ik irmyr^ nrnn tk wj?n na irn unn uan rrns? Haart inp^ mm pan own D^ns wy t^ks m p orSy ^ipn on^tp ntrrr nrnrr ispthi dtjj ^aai D^inrr p D*an #j pr nrra ^nn dijd d^pi dm1?« i^m dtsc wrp ffav:i arm« n^tr r by -pro -ran d.tt pnnm prrn ^»rr D^sm on^fin rfraprut rTpjnm *) Wir können dies umso eher tun, als man der Arbeit anmerkt, daß sich der Verfasser gar nicht der Mühe unterzogen hat, in die Originaltexte Einblick zu nehmen. — Auch bezweifle ich sehr, ob Salomon b. Simon, wenn er den Namen Vratislav oder Bratislav seinem Texte eingefügt hätte, er ihn mit l^tiHÜ gsschrieiben li.iten würde. Doch streiche ich dies Schwarz nicht so sehi an, weil er ja schließlich als bedeutender Theologe nicht auch in der Namensschreibung der PrzemysHden bewandert sein muß! 2) Neubauer u. Stern S. 25. 3) Ebenda, S. 28 f. 221