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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-03-01 · 3 (März 1931) · p. Seite 174

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
3 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
Seite 174 (sequence 38)
Language
German
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6o Jahre Verein »Afike Jehuda« in Prag. Von Rb. Prof. Dr. A. Deutsch, Prag. Der Verein Afike Jehuda verdankt seine Entstehung einer Anregung des weitbekannten Prager Rabbiners Samuel Freund s. A., welche dieser in seinem Nachrufe über den gefeierten Gelehrten: Rabbi Jehuda Teweles s. A. am 21. März 1869 gegeben hat. Und es ist ein beredtes Zeichen für die hohe Verehrung des Heimgegangenen bei seinen Zeitgenossen, daß die bei dessen Bestattung gegebene Anregung zur Gründung eines Vereines zur Verewigung seines Namens bald ihre Verwicklichung fand. Wie schon die Wahl des Vereinsnamens „Afike Jehuda" „die Ströme Jehudas" besagt, sollte in diesem Verein jüdisches Wissen und jüdische Bildung nur in dem Geiste und in den Intentionen gelehrt und verbreitet werden, von welchen einst Rabbi Jehuda Teweles selbst erfüllt gewesen. Und deshalb wurde audh als der eigentliche Vereinszweck statutarisch die Verbreitung der Wissenschaft des Judentums und die Förderung des religiösen Sinnes festgelegt. Die konstituierende Generalversammlung fand am 12. September 1869 statt. Gründer waren die Herren: Veit S. Bondy, J. U. Dr.- Jakob Braun, Jakob Freund, Siegmund Gehengmacher, B. A. Jeiteles, Ephraim Löbl, Herrmann Schütz, Moritz Ungar, Michael Wiener und Leopold Wolf. Der erste Vorstand setzte sich aus folgenden Herren zusammen: J. U. Dr. Jakob Braun, J. U. Dr. Ludwig Bendiener, V. S. Bondy, Josef Bunzl, Siegmund Gehengmacher, Simon Hock, B. A. Jeiteles, Prof. Dr. S. J. Kämpf, Salomon Kohn, J. U. Dr. Nathan Robitschek, Herrmann Schütz, Peter Spitz, Dr. M. Tauber, Moritz Ungar und Leopold Wolf. Der zur Erreichung der Vereinsziele entworfene Arbeitsplan entwickelte sich in mannigfacher Weise. Wie der gewissenhafte Baumeister vorerst die Grundlagen seines Bauwerks sichert, so lenkte man vor allem die Aufmerksamkeit auf die geistige und religiöse Ausbildung der Jugend. Die im argen befindliche religiöse Bildungsanstalt der Kultusgemeinde, die Tal- 174

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