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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-03-01 · 3 (März 1931) · p. Seite 171

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
3 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
Seite 171 (sequence 35)
Language
German
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Die jüdische Schule in Lundenburg. Von Dr. Heinrich Schwenger, Lundenburg. Bei meiner Bearbeitung der Geschichte der Juden in Lundenburg, «erschienen in dem Sammelwerke: „Die Juden und Judengemeinden Mährens in Vergangenheit und Gegenwart, Brünn 1929", war die hiesige älteste jüdische Schulchronik nicht auffindbar; ersft dieser Tage wurde sie aufgefunden, und so gelangen im folgenden wichtige, die jüdische Schule in Lundenburg betreffende Daten zur Veröffentlichung. Bereits im Jahre 1638 bestand hier eine jüdische Schule, deren jährlicher Aufwand 9 fl (neun Gulden) betrug; hierzu muß bemerkt werden, daß das damalige Geld einen ungemein hohen Wert hatte. Die Idee, eine öffentliche Schule in der Israelitengemeinde Lundenburg zu gründen, erhielt den tatsächlichen Impuls zur Ausführung durch nachfolgende als Abschrift wörtlich angeführte, von 50 israelitischen Gemeindemitgliedern unterschriebene Vollmacht vom 6. September 1850: Vollmacht: Wir endesgefertigten Gemeindemitglieder der israelitischen Kultusgemeinde in Lundenburg erteilen hiermit unserem Gemeinderate die Vollmacht zur Einführung einer geregelten öffentlichen Gemeindeschule, nämlich einer Lehr- und Erziehungsanstalt für unsere Jugend. Wir räumen ihnen demnach das Recht ein, zu diesem Zwecke die Genehmigung der löbl. k. k. Bezirkshauptmannsohaft zu erwirken, die nötigen Lehrer anzustellen, den Gehalt derselben festzusetzen und überhaupt alles tun und verfügen zu können, was dem Zwecke dieser Anstalt notwendig und förderlich ist. Urkund dessen unsere eigenhändige Namensfertigung. Lundenburg, am 6. September 1850. Jakob Rosenbaum, Bürgermeister. Jakob Schück, Ignatz Schwoner, Gemeinderat. Gemeinderat. Es folgen noch 47 Unterschriften. 171

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