Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 1 (1930-1931)
- Issue
- 3 (März 1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 150 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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tributionsbürden versorget. Als thun wir Ihme hierzu nochmahlen confirimiren, bestellen und bestätigen, damit Er obbeschriebenermassen auch zue Eincassirung der gebräuchigen Gelder, so zu Consendirung der Zettlen übrig, erhalten und Ihme einiger Eintrag oder Verhindernüs nicht zugefüget werde, ersuchen auch hiermit die hochlöbl. und löbl. Obrigkeit und Gerichten, Ihme, Lichtenstatt, zumahlen denen Frembden Auslandischen hoffentlich zu vergönnen seye, als unsern vorgestelten Verwalter auff dessen Anruffen und Suchen mit aller zulänglichen Assistenz an die Hand zu stehen und icht was widriges nicht widerfahren (S. 715) noch verstatten zu lassen. Wir werden in allen Begebenheiten nicht allein gehorsamen, sondern es auch in allen Möglichkeiten erwiedern. Zu Uhrkund dessen haben wir dieses mit Beydrückung der Gemeinde grösseren Insiegel wissendtlich bekräfftigen lassen. Prag, den 22. May 1702. L. S. II 2. Brief der Judenältesten von Prag an die böhmische Kammer. (Ohne Datum; am 22. Mai 1702 geschrieben.) (Stadtarchiv Breslau a. a. O. S. 707-712.) (S. 707) Genädige Herren Herren Ew. hochgräfl. Excellenz und Gnaden geruhen gnädig zu vernehmen, was gestalten von uhralters Zeiten und bishero ist observiret worden, dass den Prager und Landtjuden im Königreich Böheimb, welche zu Freqentirung der Breslauer [seil.: Messen] in und zwischen denen Jahrmärckten dahin reisen, von hier aus unter der Gemeine grössern Insiegel ein Prager Jud, unter (S. 708) dem Nahmen Verwalter, im Hebräischen Schammes genant, vorgestellet wird, auch bishero gegen unsern, mit der Gemeinde Insiegel bekräftigten Brief, der Hirsch des Jochimb Lichtenstadts Sohn, vorgestellet und von dortiger löbl. Obrigkeit allezeit geschützet worden ist, zu dem Ende, damit dieser vorgestellte Jud nicht nur alle die, denen hirländischen und hierzu incorporirten Juden zukommende Begebenheiten und Strittigkeiten in der Enge65) hinlegen und verrichten, sondern auch den Handel und Wandel, damit denen hiesigen einiger Eintrag nicht zugefügt, mithin der Gemeinde Nutzen, damit der Perdon66) nicht vertuschet werden möge, beobach- 150