Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 1 (1930-1931)
- Issue
- 3 (März 1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 149 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2416673-2416674-2416678--0165-3527729- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
sechs Personen (Mann, Frau, vier Kinder), zusammen also, da beide Familien nur als eine privilegierte Familie galten, zehn Personen.59) 1726 zählte seine Familie (privilegierte Familie Nr. 26) 12 Personen, die aus seiner Familie (Mann und Frau), der seines Sohnes60) (Mann, Frau und fünf Kinder) und der seiner Tochter (Frau und 2 Kinder) bestand.61) Wann er gestorben ist, ist nicht bekannt; sein Nachfolger war Moses Katz aus Prag, der am 18. Feber 1732 in diesem Amte bestätigt wird.62) Moses Katz war wohl der letzte Prager Schammes, der letzte offizielle Beauftragte der Prager und böhmischen Landjudenschaft in Breslau gewesen, ebenso wie Viktor Löbel63) der letzte Schammes der mährischen Landjudenschaft in Breslau gewesen ist. Mit der Eroberung Schlesiens durch Preußen wird das ziemlich enge Band zwischen Breslau und der Prager Judenschaft offiziell wenigstens zerrissen und so die Institution des Prager und böhmischen, sowie des mährischen Schammes für Breslau aufgehoben.64) Anhang. Briefwechsel betr. den Prager Schammes in Breslau. 1702. 1. Bestätigungs- und Ernennungsurkunde des Prager Schammes in Breslau, Hirschel Lichtenstadt, durch die Ältesten der Prager Gemeinde, Prag, 22. Mai 1702. (Stadtarchiv Breslau, Boe-A/81 S. 713-715.) (S. 713) Wir N. N. Eltisten, GemeinEltisten und Beysitzer der Prager Judenschafft bekennen hiermit offentl. vor Jeclermenniglig, insonderheit aber wo von Nöthen, demnach wir anstatt der gesambten Prager jüdischen Gemeinde dem Hirschl Joachim Lichtenstatt in der Stadt Breslau zu einem Bedienten bestellet, damit derselbe sowohl in als ausser der Jahrmarckten alda seyn möge, und hierdurch der jüdischen Gemeinde Bestes zu Beförderung der königl. Steuergaben, Contributiones Contingenten und Perdonsauffschläge genaue beachten und denen Prager oder alda anwesenden Juden, so die Pragerische Possesion genüssen wollen, in und ausser der Jahrmarckten, in deren vorfallenden Stritt- und Begebenheiten in der Enge abhelffen65) und gutte Richtigkeit (S. 714) erhalten solle, indeme nun Er Lichtenstatt sein Schames- oder Verwalterdienst, vermöge vorhero von Uns erhaltene Briefen, bishero allezeit getreulich versehen und dadurch die Bescheinigung der königl. Con- 149