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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1930-12-01 · 2 (Dezember 1930) · p. Seite 114

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
2 (Dezember 1930)
Date
1930-12-01
Page
Seite 114 (sequence 51)
Language
German
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Predigt am 7. Adar 5 fl. Außerdem noch die Geschenke an den beiden Predigtsabbaten, desgleichen bei der Neuwahl der anderen Vereine. 3. Von einem Geburts-Atteste 2 fl. 4. Von den ersten Ehepakten bei der Verlobung 2 Gulden W. Währung. Außerdem das halbe Schadehones, welches seinen Ehren gebührt, wie es üblich und nach Landesbrauch u. zw. xk bei der Verlobung und xk bei der Hoöhzeit. 5. Coipulationsgeld (R Ch Sch) ist für dein Rabbiner nach Landesbrauch 1 fl. 30 kr. vom ersten Hundert der Mitgift, von jeden weitern hundert Fl., 1 fl. festgesetzt (,s. Wolf, die alten Statuten S. 46, § 172). 6. Von der Bestätigung einer Urkunde 2 fl. W. W. 7. Ein Ausmaß für Pesachmehl und Wein für Pesachaibende (4 Becher) ist; nicht festgesetzt. Er empfängt dies aus der Gemeindekassa, der Almosenkassa und Chewra Kadisoha je nach Bedarf. Für das Ankaufen des Feststraußes am Hüttenfeste 5 fl W. W. 8. Und das Letzte, das Wertvollste, Sabbat undl an jedem ersten Fasttage soll er zur Torah gerufen werden. 9.. Zu dem Vorstehenden ist noch hinzufügen, daß der zwischen uns geschlossene Bund stark und fest sei und für 6 aufeinanderfolgende Jahre, vom heute gesetzten Tage an, geschlossen. 10. Jedoch möge uns unser Führer und Herr Lehrer darin entgegenkommen, daß er dem Volke Gottes, welohes die Lehre Gottes hören will, diese ihm verkünde. Im Sommer soll er zweimal monatlich in unserem heiligen Bethau.se predigen. Dagegen vom Empfang dieses und weiter ist er im Range des Priesters, daß man ihn Morenu werabbenu betitelt. Die Lippen des Priesters sollen Erkenntnis wahren, Lehre wollen wir suchen aus seinem Munde, er soll richten unsere Häuser, unsere Höfe behüten. Er trage Huäd . . . und herrsche und sei Priester auf seinem Rabbinatssitze. Der Rat des Friedens herrsche zwischen uns. Und der im Himmel thront, sei unser Schutz; Schirm sei dieser Bund. Leben und Friede uns und unsern Kindern. Dies die Worte des Bundes, welchen die Männer der Treue geschlossen. Um zu bestätigen und zu erhärten die Kraft dieser Urkunde, «haben die vornehmen Führer, Vorsteher und Steuerträger diese mit eigener Hand gefertigt. Wir beugen uns ehrfurchtsvoll vor Ihrem Ansehen mit dem Antlitze zur Erde. Heute, Sonntag 24. Tamus 585 (10. Juli 1825). Der geringe Feiscn Schnabel, Rausch hakahal, der geringe Chajim Hirsch Mandl, tuw hakahal, der geringe Ahron Löb ha-Levi, tuw hakahal. Verstehendes Rabbinatsdiplom ist an Juda Löb Berlin (Familienname Freund) aus Holleschau gerichtet, der von August 1825, bis 30. Juli 1855 Rabbiner in Pohrlitz war. Auch dieser Rabbinatsbrief ist im Musivstil abgefaßt. Durch das Entflechten von Bibelsteillen in den Text — in unserer Urkunde wurden ganze Verse, aber auch talmudisdhe Aussprüche mit viel Geschick verwendet — gewinnen die neuhebräischen stilistischen Arbeiten an Reiz und erwecken den Eindruck, daß der Autor durch den Gebrauch der Bibelstellen, 114

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