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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1930-12-01 · 2 (Dezember 1930) · p. Seite 113

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
2 (Dezember 1930)
Date
1930-12-01
Page
Seite 113 (sequence 50)
Language
German
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III. Copie. Mit Hilfe Gottes, heulte Sonntag, 24. Tamms 585 (= 10. Juli 1825). „Die Stimme der Vornehmen spricht und verkündet, Macht des Lehrers." Gesegnet sei der Tag, an weldhem gesprochen wurde „es lehre der Mann". Dies ist der Tag, den wir erhofft und gefunden. Es haben sich die vornehmen und geehrten Führer und Leiter der Gemeinde Jeschurun, hier in der heiligen Gemeinde Pohrlitz zusammengefunden und allesamt haben angehoben und gesprochen: Wer zeigt uns das Gute, das ist die Lehre! Nun wollen wir daran gehen einen Rabbiner und Lehrer zu bestellen. Da hat uns Gott einen tapferen Mann gezeigt, tatenreich, einen Heiligen Gottes, der geehrt, ein Mann an dem Alles, die Stimme Gottes in dem Rufe, das ist der Geehrte, Ausgezeichnete und Gerühmte, die große Leuchte, Beherrscher der Torah, der geehrte Mhrr Löb Berlin, Gott .schütze und erlöse ihn, aus der heiligen Gemeinde Holleschau. Jehuda, dich loben wir, ihn hat Gott geschickt zur (geistigen) Ernährung, Leben zu pflanzen in unserer Mitte und von seinem Geiste über uns auszugießen. Er hat bewiesen seihe Herrlichkeit, seine Größe und starke Hand, die Kraft seiner Taten, die in Wahrheit und Geradheit und auf dem Wege der Gerechtigkeit sich äußern. Seine Lehre ist rein und* lauter, scharfsinnig und reich belesen, in Jehuda sein Name bekannt, sein Ruf und Ruhm wird unserem Orte zur Ehre gereichen, und auszubreiten die Fahnen des Lagers Jehuda über uns, zu sitzen auf dem Ehrenthrone, erhaben von Anbeginn, die Herrlichkeit unseres Heiligtums! Es werde der Verbindung gesagt, sie sei gut! Auf daß wir seinen Wegen, den lieblichen Wegen, den Pfaden des Friedens anhaften! Alle sprechen sie: Friede! Einmütig wurde beschlossen, einstimmig haben sie ausgerufen, er sei uns Führer der Gerechtigkeit, berufen uns Torah und Gesetz zu lehren, er soll wegräumen Anstoß vom Wege meines Volkes. Freuen sollen sich mit ihm che Bewohner der Stadt, alt und jung, Jüngling und Knabe. Und so jemand ihn aufsuchen will, so gehe er in sein Zelt, in ein Zelt, das immer gerüstet. Das ganze Volk aber soll erzittern vor seinem Wortie, — liebliche Worte, Pfade des Friedens. Mit Durst wollen wir seine süßen Wasser trinken, die scharf und klar. Sein Sitz wachse, es werde erhaben seine Ehre, vom Himmell stimme man ihm bei; Gott beschließe es, sein Gott von oben sei mit ihm. Somit gelangen wir ins Heiligste, den Menschen zu sagen, was unsere Pflicht, Kraft der Taten und was eigentlich in unserer Macht, damit er sorglos und ruhig wohne. Dies sind die Worte des Bundes, welchen wir unter uns geschlossen. 1. Der festgesetzte Gehalt, für unsern Herrn Lährer und Führer erreicht 500 Gulden, d. i. 10 Gulden allwöchentlich, außer weiteren 20 Gulden, die ihm zustehen, u. z. 10 Gulden als Predigtispende für den Schabbos ha-Godaul und Schaibbos Schuwoh, ferner 10 Gulden bei der Neuwahl und »der Steuereinschätzung, das sind fünf hundert zwanzig Gulden Scheingeld (Wiener Währung). 2. Bei der Neuwahl der Chewra Kadischa und als Geschenk für die 113

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