Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 1 (1930-1931)
- Issue
- 2 (Dezember 1930)
- Date
- 1930-12-01
- Page
- Seite 111 (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
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sie. Sie mögen genießen und satt werden, ihr Segen aber soll noch vermehrt werden, vermehrt Wurzel nach unten schlagen und Früchte oben tragen. Oben ausschlagen belaubtes Gezweig und Blütensdhmuck darüber. . Ihre Blätter sollen nicht welken und ihre Narde möge ihren Duft verbreiten. Dem Wohlgeruche des Öles und dem Myrtenbündel gingen wir nach, der Gewürzblüte und dem herrlichen Wieihstocke gilt unser Odem. Dem Manne, der solches besitzt, in dessen Innern die Weisheit Gottes, haben wir uns zugewandt, ihm ist die Huld und Pracht gegeben, die Krone der Torah ist auf sein Haupt gegeben, der Herrscherstab in seiner Hand, ihn wollen wir erwählen und ihn zur Ehre und Pracht über uns setzen. Und nun höre doch unser Herr und Führer auf die Stimme derer, die Gott suchen und ihm dienen. Wir alle, die versammelte Gemeinde Jeschuruins haben über Anraten unserer Oberhäupter und Ältesten, haben einmütig beschlossen, einstimmig zu Gutem und Geradem gefunden, dir zu vererben den Ehrensitz, den Wohnsitz der Heiligen des Höchsten in unserer Mitte, das ist der Rabbinatssitz, der Vorsitzende in unserem Rate, die Machtfülle auf deine Schultern zu legen, den Stab der Huld in deine Hand zu geben, zu leiten die heilige Herde, die zerstreut und ohne Hirten. Einen treuen Hirten, wie du einer bist, suchen wir, um zurückzuführen die Verstoßenen, zu leiten die Verleiteten, zu verbinden die Zerbrochenen, die ganze Leitung unter deiner Hand zu stellen. Fehlt uns ja doch ein Mann gleich dir,' ausgerüstet mit dem Geiste der Weisheit und Vernunft", erfüllt von Gottesfurcht und die Lehre der Liebe auf deiner Zunge, um uns Gutes zu tun bei alldem. Deine Frömmigkeit steht uns bei zur Zeugenschaft, daß du alles tun wirst, aber auch vermögest. Wohin du dich auch wendest, wirst du vom Glücke begleitet sein. Wir aber wollen tun und hören auf die Stimme deiner Worte, auf alles, was du uns gebieten solltest! Kein Mann von uns soll deinem Munde widersprechen, dies sei fern von uns. An uns aber ist es, dir und allen, die zu dir' gehören, Gutes zu tun, wie es die Hand Gottes, die gute, es uns ermöglicht. Es werde dir nie fehlen der Trank, aber auch nicht die Sättigung. Dein Jahreslohn sei zwei hundert Silbergulden ohne jeden Abzug. Die anderen „Accldencien" wie hier verzeichnet: Für die Verleihung eines Chabertitels 3 Gulden 40 kr. in Silber, und so lange kein Landesrabbiner -bestellt ist, 7 Silbergulden. Für die Verleihung eines Morenutitels 4 fl 40 kr. in Silbergeld, und so lange kein Landesrabbiner bestellt ist, 9 Gulden 20 kr. Silbergeld. Für die Predigt am Rüsttage des Adar Neumondstages 48 Kreuzer Silbergeld. Pesachmehl nach Bedarf; zur Anschaffung des Feststraußes, Etrog und Lulaw, 3 Silbergulden. Von den Zedokohzetteln, bei jeder Auflage 28 Kreuzer Silbergeld. Am Sabbat, vor Pesach (Schabbos ha-Godaul) und am Sabbat zwischen Neujahrsfest und VertsÖhnungstag (Schabbos Schuwoh) aus der Zedokohkassa 1 Pfund Kaffee und ein Pfund Zucker. Für die Ausstellung eines Zeugnisses 1 Silbergulden. Aus dem R Ch Sch (Abbreviatur Raw, Chasan, Schammasch; mit den Anfangsbuchstaben dieser Worte werden die Trauungstaxen bezeichnet, weil diese 3 daran partizipieren), wie es landesüblich. Spenin