Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1930-12-01 · 2 (Dezember 1930) · p. Seite 110

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
2 (Dezember 1930)
Date
1930-12-01
Page
Seite 110 (sequence 47)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2416673-2416674-2416677--0123-3527686
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Eintragen von Pachtverträgen in das Gemeindebueh, je IY2 Groschen für den Vertrag. Bei der Steuereiinschätzung und Neuwahl 2 Gulden (Präsenz-Geld). Bei der Rechnungslegung 1 Gulden (Präsenz-Geld). Für-das Eintragen eines Hauskaufes in das Gemeindebuch 7V2 Groschen. Für das Übertragen eines Synagogensitzes (Schenkung, Verkauf oder Erbschaft) 5 Groschen. Für die Bestätigung der Verlobungs- oder Ehepakte von jedem Pakte IV2 Groschen. Die Einnahmen bei Trauungen nach Norm (wie es landesüblich). An jedem Sabbate, an jedem zweiten Festtage, am „ ersten Tage des Neujahrsfestes, am Versöhnungstage muß er zur Torah aufgerufen werden und zwar als Dritter. Ist an Sabbaten ein Konen nicht anwesend, so muß der Rabbiner als erster zur Torah aufgerufen werden. So geschehen heute am 19. Schebat 545 (= 30. Jänner 1785) hier zu Gaya/' Es folgen Unterschriften. (Pinax Gaya Bl. 36.) Vorstehender Rabbinatsbrief, in der Form eines Vertrages ist an Abraham Sohn Mendl Prossnitz in Kremsier gerichtet. Als Schwiegersohn des reichen und gelehrten Rafael Kohn in Kremsier, dessen Tochter Mirjam er geheiratet, war er längere Zeit Vorsteher in K., um 1781 Ratobinats-Subsist. in K. und folgte 1785 einem Rufe der Gemeinde Gaya als Rabbiner. Er starb 1820 als Rabbiner von Mähr. Auasee. A. P. ist Verfassejr des „Kappot ha- Manul", welches sein Sohn Izik Goldstern (;dier in Goldenstein, c. Goldstyn wohnte) und sein Schwiegersohn Josua Fröhlich im Jahre 1817 edierten; s. Flesch, Juden und Judengem. S. 43 n. 46, dort auch die Literatur; Kwasnik- Rabinowicz ibid. S. 340. II. „Copie des Rabbinatsdiplomes,,, Pinax Gaya Bl. 202. „Ich habe Gott ständig vor Augen, Gaya, heute 6. Tag (der Woche) Rüsttag des heiligen Sabbat, 4. Nissan h t (aw) rh(= 5605 11. April 1845). „Es lebe unser Herr, Führer und Lehrer, Fürst, Richter und Haupt soll er uns sein; er sei Huld uns und unsern Kindern: Er sei M^ehrer der Torah und erhöhe das Heil in unserer Mitte. Einen Festtag wollen wir uns bereiten, ob der Botschaft vom Eintreffen unseres Führers und Lehrers, der Schutz und Schirm uns und unsern Kindern werden soll. In seinem Verdienste erscheine der gerechte Erlöser bald in unsern Tagen, Amen! Ein grünes Reis ist Josef, ein grünes Reis an der Quelle, ein gutes Auge gewähre ihm Segen, gesegnet werde der Mann, der gottesfürchtig! Gott schütze deinen Ausgang aus deinem Hauise und dein Kommen zu uns. Das ist der "Rabbiner, die große Leuchte, viel gerühmt zum Lobe, von umfassender Weisheit, Mhrr Josef, sein Licht leuchte und strahle in aller Ewigkeit! Den Weisen ströme Ehre zu, u. die Vollkommenen nehmen die Erde ein; die Erde und ihre Fülle, ihre Pracht u. ihr Jubel bleiben ewig, alles Gute aber bleibt ihnen aufbewahrt; ihnen wird gegeben die Erde, alles Kostbare aber werden ihre Augen erschauen. Sie werden erschauen die Huld Gottes und in seinen Hallen wird ihnen Ehre zugesprochen. Und sie werden sprechen: Rufet dem Gerechten zu, es ist gut, denn die Früchte ihrer Taten genießen 110

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.