KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1926
- Issue
- Heft 6 (November 1926)
- Date
- 1926-11-01
- Page
- Seite 118 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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118 scheu. Studentenschaft, völkische Ziele an den deutschen Hochschulen zu verwirklichen. Er lehnt e3 ab, daß bei der Berufung, Abberufung und Auswahl der Dozenten, der Festsetzung der Vorlesungen oder der Zulassung von Studenten zum Studium oder Beruf völkische Prinzipien mitsprechen dürfen. 2. Der K.C. fordert ein Studentenrecht, das den auslandsdeutschen jüdischen Studenten die gleichen Rechte gewährt, wie den übrigen Auslandsdeutschen. Er begrüßt die Beschlüsse des Preußischen Landtags und erwartet ihre baldige Durchführung im ganzen Reich. 2. Der K.C. verlangt, daß sämtliche Aemter der Studentenschaft als staatlich anerkannte Einrichtungen sich jeder parteipolitischen Tätigkeit enthalten und in ihrer Arbeit auf Angelegenheiten der studentischen Selbstverwaltung beschränken. 'r. Dx.r K.C. fordert, daß alle Aemter der Studentenschaft durch Vertreter aller studentischen Parteien nach ihrer Stärke besetzt werden. 5. Der K.C. ist der Auffassung, daß die studentische Außenpolitik ein Teil der Außenpolitik des Reiches ist und daher alle außenpolitischen Entscheidungen und Veröffentlichungen der Deutschen Studentenschaft im Einvernehmen mit dem Ausrvärtigen Amt erwloen müssen «i. Der K.C. fordert, daß gegen alle Entscheidungen der studentischen Selbstverwaltungskörper die gleichen Rechtsmittel offenstehen, wie gegen die Entscheidungen der Universitätsbehörden. 7. Der K.C. bekennt sich grundsätzlich zu dem Gedanken der Schaffung einer allgemeinen studentischen Ehrenordnung. Er kann aber ,'kndentisd>e Ehrengerichte nur anerkennen, wenn 2) ihre paritätische Besetzung aus allen stu- . dentischen Gruppen, b) ihre allseitige Anerkennung, und c) eine unpolitische Entscheidung gewährleistet ist. Diese Richtlinien stellen fest, daß die Mitarbeit in der hochschulpolitik sich nicht beschränken darf auf die Aktiven, im Gegenteil ist gerade die Arbeit der Inaktiven und auch die Mitarbeit der Alten Herren ein unbedingtes Erfordernis. Was den völkischen Verbänden ihre Macht gegeben hat, ist die Mitarbeit der Altherrenschaft in der studentischen Selbstverwaltung und ist ferner die Unterstützung der Arbeit durch die Altakademikerschaft des Hochschulrings deutscher Art und die Arbeitsgemeinschaft völkischer Akademiker-Verbände. Es ist nicht zu verkennen, daß das Interesse für die hochfchulpolitische Arbeit im K.C. größer ist als in anderen studentischen Gruppen. Aber es geschieht hierin noch lange nicht genug. Was wir erreichen müssen, ist die geschlossene Arbeit des K.C. unter einheitlichen Gesichtspunkten in allen Universitätsstädten. Rotwendig ist es aber auch, daß in weitestem Maße diejenigen Kartellbrüder, die in der praktischen Hochschularbeit stehen, von ihren Verbindungen die erforderliche Freiheit und die notwendige Unterstützung erhalten. Wir müssen uns bei der Durchführung der Richtlinien klar sein, daß heute die Hochschulpolitik der Platz an der Hochschule ist. wo wie an keinem anderen K. C.-Arbeit im wesentlichen Sinne des Wortes geleistet werden kann. Handeln wir aus der Erkenntnis dieser Tatsache, dann ist der K.C. nicht nur. wie Holländer es will, eine geistige Potenz, sondern dann ist er auch eine Macht, denn er ist die einzige studentische Gruppe auf der Basis der studentischen Disziplin aufgebaut, die in der Lage ist. Führer zu erziehen, die restlos den Kampf gegen die völkische Mehrheit der Studentenschaft als ihre Hauptaufgabe ansehen und ansehen müssen. Bücfier- und Blätterschau TcutfAc Politik. Ein völkische- Handbuch. Bearbeiter iv„ Angehörigen de- KyssHäuser-Verbändeder d. Et. und herausgegeben in seinem Austrage, '-erlüg Englert & Echlosser. Frankfurt a. M. »«er liegt ein Handbuch vor. das sich «ntt den ilbt-chen Fuchtenteirsäben nicht vergleichen läßt. Es ikl e«n grob angelegter Bersuch. die Grundtendenz des d Et., die Etellung zu Volk und Etaat in allen »bren Gestaltungen in Grundrissen zu behandeln. — Der Gedanke, die einzelnen Teile verschiedenen Verfassern m übertragen, ist uveiselloglüälich und auf dieser Basis wird es vielleich: auch möglich sein, die i«n K. iS. seit Jahren geplante Arbeit an einem Handbuch endlich dnrchzusuhren. wenn auch «nit anderer Zielsetzung. Die Au-stihrung hätte allerdings auch abgesehen von der Frage unserer gegnerischen Einstellung einheitlicher und geschlossener sein tonnen. Der Inhalt de- Buchegliedert sich in folgende Teile: .V. Grundanschauungen: l. Rasse. 2- Deutsches Vvlk-tum. X Da- Deutsche Reich als