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Der junge Jude · 1930-02-01 · Heft 6 (Februar 1930) · page 49

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Journal
Der junge Jude
Volume
2 (1929-1930)
Issue
Heft 6 (Februar 1930)
Date
1930-02-01
Page
– (sequence 49)
Language
German
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EINE DEUTSCHE WOCHENAUSGABE VON „DAWAR". Die Monate nach den Ereignissen in Palästina haben die deutsche Judenheit den Mangel einer direkten Information aus dem Land schmerzlich empfinden lassen. Das lebendige, konkrete Erez Israel 'beginnt in der jüdischen Welt immer breiteren Kaum einzunehmen. Es genügt nicht mehr, von dem Werden und Schaffen und von den Problemen des Aufbaues mittelbar zu erfahren. So entstand in weiten Kreisen das Bedürfnis, eine verantwortliche Stimme der Kräfte, die dort am Werke .sind, direkt und unmittelbar zu hören. Die hebräische Tageszeitung „DAWAB", die im Laufe ihres nunmehr fünfjährigen Bestehens sich im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben des Landes eine beachtete Stellung erworben hat, hat sich darum entschlossen, neben ihrer englischen und beabsichtigten arabischen Wochenausgabe nunmehr auch eine Woehenausgabe in deutscher Sprache zu schaffen. Die deutsche Wochenausgabe wird imstande sein, dem Leser in deutsch sprechenden Ländern die unmittelbare Information über das Leben und Schaffen im Lande zu geben. Alle Probleme, die mit dem Aufbau verbunden sind, die Alijah, die wirtschaftlichen Errungenschaften, die sozialen Neuerungen, die Jugendbewegung und ihre Ausdrucksformen, die Kulturschöpfungen, die neuhebräische Literatur, die politischen Fragen, die Schwierigkeiten und die Fortschritte der Arbeit — all diese werden in der Wochenausgabe ihren lebendigen Widerhall finden. Sie wird imstande sein, den seelischen Kontakt der deutschen Judenheit mit dem Aufbauwerk herzustellen. Wer interessiert ist an der Vertiefung der Verbundenheit mit Erez Israel, wird aufgefordert, auf die Wochenausgabe zu abonnieren und in seinem Bekanntenkreis um weitere Abonnements zu werben. Die Zeitung wird voraussichtlich im Februar 1930 zu erscheinen beginnen und wird Mk. 1.— monatlich kosten. Zu abonnieren durch das Sekretariat „DAWAR" Deutsche Wochenausgabe, Berlin N. 24, Auguststr* 17. ZWEI 3AHRE „DER DUNGE JUDE". »Der Junge Jude« beginnt mit der hier vorliegenden Nummer 6/1 seinen dritten Jahrgang. Die Zeitschrift stellt "dadurch einen besonderen Versuch dar, daß sie nur von einem bestimmten Kreise junger Menschen getragen, ohne Anregung und Unterstützung einer großen politischen Organisation, es bisher verstanden hat, sich diese ihre unabhängige Stellung aufrecht zu erhalten. »Der Junge Jude« bat von Anfang an eine mehrfache Aufgabe gehabt: Er wollte das Bindeglied zwischen der palästinensischen Arbeiterschaft und demjenigen Teil der Jugend sein, die sich die Ziele dieser Arbeiterschaft als Ziele ihres eigenen Lebens gesetzt hat. Der „Junge Jude" hat daher dauernd von dem Leben und den Problemen der Arbeiterschaft berichtet. Er hat das nicht nur durch Uebersetzung der wichtigsten Reden der Führer dieser Arbeiterschaft getan, er hat vielmehr auch Briefe aus Palästina veröffentlicht, die von dem tagtäglichen Leben des Arbeiteres handeln und er hat endlich auch eine Verbindung zu demjenigen Teil der neuhebräischen Literatur gesucht, der dem Arfbeiterleben gewidmet ist. 47

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