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Palästina-Nachrichten · 1935-03-07 · Heft 4 (7.3.1935) · p. Seite 3

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
2 (1935)
Issue
Heft 4 (7.3.1935)
Date
1935-03-07
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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ffirife '\ Wo immer die Bewohner Haifas an einet Straßenkreuzung stehen, blicken sie in einet Richtung aufs Meer. Es liergt blau und strahlend vor ihren Ätrgfcft -=•- aber hinzukommen ist schwierig. Schon vor der störmischen "Entwicklung der letzten Jahre mußte man ziemlich weit fahren, um ein Plätzchen zum Baden 2u finden: heute ist dort der neue Ölhafen. Die Badelustigen sind ganz nach Süden abgedrängt worden, noch über das jüdische Villenviertel „Bstth Gallim" hinaus nach „Khayat Beach", wo ein unternehmender Araber eine Art Lido geschaf* * fen hat, mitJ einem hübschen Restaurant, Umkleideräumen, "m^+.iÄF*** ^3^f? | CAtfHAÜS M HVUF^ Foto t Charlotte Meyer, Haffe einer. Miniatur-Strandpromenade und anderen Annehmlichkeiten. Aber man leann es nur durch eine kleine Reise im Autobus erreicheM, und sein ganzer Zuschnitt ist ein bißchen zu „mondän*', als --daßvesifur^ Frage * käme. . , * ' - Vielleicht entsteht einmal bei Kiriath. Bialik in der Haifa- Bucht das große jüdische Strandbad. Es würde "ungeheuer populär werden, schon weil es die einzige Stelle in Erez Israel wäre, an der man, aus den Wellen kommend, auf — NalionaU fondsboden landen könnte . t . Tiberias Ein bißchen Rheumatismus und eine von Moskitos zerstochene Haut kann man mit ein paar Bädern im Toten Meer wieder gut machen, aber das einzige große palästinensische Heilbad ist und bleibt Tiberias mit seinen heißen Quellen. Sie sind uralt und haben im Laufe der -Jahrhunderte von ihrer Heilkraft nichts verloren. In römischer Zeit müssen sie mit allem , Komfort der damaligen Epoche ausgerüstet gewesen sein, aber die alte Pracht ist verfallen und erst in unseren Tagen wird Bad Tiberias, das seinen Qualitäten mach neben den größten Weltbädern rangieren könnte, wieder eine Ausgestaltung erfahren, die volle Ausnutzung seiner Heilkraft gestattet. Aus Deutschland berief man einen bekannten Balncologeri als Kurdirektor, aus der Schweiz einen der besten Quelleningenieure, und nun sind die alten Sprudel neu gefaßt worden, die Badezellen nach modernsten medizinischen und badetechnischen Prinzipfe^ ausgestaltet, für bequeme, häufig verkehrende „Bäder-Busse" von den Hotels der Stadt zur außerhalb liegenden Quelle ist gesorgt -\ und "nun können die Kurgäste kommen. Saison ist im Frühling, zu einer Zeii,> wo es hier angeneluu warm ist, währende man z. B., in Jerusalem noch hinter blakenden Petroletimöfen oder neben der lauwarmen Zentralheizung; hockt. (Später, im Sommer, sollen ..manche Leute in' Tiberias in die heißen Quellen springen, um — Abkühlung zu finden.) Die Landschaft ist bezaubernd:" das malerische, orientalische ^Alt-Tiberias, der blaue Kinnereth-See und am jenseitigen Ufer die violetten Berge Transjördaniens» Übrigens hat man auch hier Pläne zu einer „Riviera'V ähn^ lich| der der oberitalienischen Seen. Alle natürlichen Vor aus* -Setzungen sind dazu gegeben. Zunächst will man damit beginnen, in AIt-Tiberias selbst den schönen kleinen iPlatz,^ der unmittelbar am Ufer liegt, zu einem Zentrum für die Touristen und Kurgäste umzugestalten, mit kleinen Kaffees/ vor denen man im Schatten — oder im Mondschein sitzen kann; JM-AwUat tn&decHC Hotels Dr. Alfred Landsbetgr Tel-Aviv -r^ierrapid^ den letzten zwei Jahren wird in besonderem Maße klar, wenn man den Standard des Hotelgewerbes von heute mit dem vor zwei Jahren vergleicht. Damals; gab es in der Stadt kaum vier „Hotels", die die Anforderungen anspruchsvoller europäischer Touristen befriedigen konnten. In der Zwischenzeit sind etwa 20 neue Pensionen und Hotels entstanden, entweder durch Umbau und Modernisierung älterer Betriebe oder durch Neubau. Es gibt jetzt sowohl im Zentrum wie auch in der Nähe des Strandes Hotels- und Pensionen verschiedener Rangstufen, die alle den Anforderungen^ genügen^die^manr sonst in der Welt in bhmg auf Reinlichkeit, Bedienung, Ordnung und Sorge um den Gast zu stellen gewohnt ist. Dabei steht das Hotelgewerbe in Tel-Aviv vor mannigfachen Schwierigkeiten^ die in der Natur der rapid wachsenden Stadt liegen? Eine besondere Erschwerung, für das Hotelgewerbe besteht darin, daß es bisher im Grunde nur eine wirkliche große Saison für die Hotels gibt, die in den Frühjährsmonaten z, Zt. des großen Touristenverkehrs besteht, und die Stadt Tel-Aviv insbesondere leidet noch immer unter dem Vorurteil, daß Palästina nur im Frühjahr für den europäischen Touristenverkehr in Frage kommt. Dahingegen ist der Früjhjahrssaisdn die Herbstsaisbri mindestens gleichwertig. In der Zeit von Ende September bis Mitte Dezember bietet der Aufenthalt im Lande gegenüber dem Frühjahr erhebliche Vorteile. Die duixjhschnittlichetTagestemperatur in dieser Zeit ist nicht höher als im Frühjahr, der Aufenthalt am Meer ist reizvoller, weil man in dieser ganzen Zeit baden kann. Die wenigen Regentage in dieser Zeit "dienen der Erf rischung und beleben , die Landschaft. . - . Die rapide Entwicklung der Stadt Und die Fülle der Aufgaben, die sie brachte, vielleicht auch mangelndes Verständnis für die Bedeutung der Touristik als Wirtschaftsfaktor haben dazu geführt; daß die Stadtverwaltung diesem ^Wirtschaftszweig nicht die Sorge zuwendet, die er seiner Bedeutung nach beanspruchen kann. Das Hotelgewerbe entbehrt jeder offiziellen Unterstützung „und Förderung. Es gibt keine zentrale Propagandastelle, die die Öffentlichkeit in aller Welt systematisch auf die Bedeutung und* den Reiz. Tel-Xvivs als Großstadt undfTouristenzentrum hinweist. AU dies hat dazu geführt, daß sich Mitto vorigen Jahres fünfzehn der besten und modernsten Betriebe zu einem Hotels verband Tel-Aviv zusammengeschlossen haben. Dieser Verband setzt sich die gleiche Aufgabe, wie sie solchen Verbänden in allen Zentren der Touristik und des Reiseverkehrs obliegt. Der Zweck des Zusammenschlusses ist also in erster Linie die Wahrung der gemeinsamen Interessen gegenüber allen Faktoren, die an Fremdenverkehr und; Touristik interessiert sind. Silberstein * Co. Vom Berliner Palästina - Amt empfohlen Berlin SO 36 Hamburg Fernsprecher F8 Oberbaum 9191 (Aslahaus) Fernsprecher 312751 Silberstein's Transport - Co. Ltd. Tel-Aviv P.O. Bs i Haifa P.O.B. 689 Lagerhäuser / Umzüge von allen Orten Deutschlands / Waren-Transporte -j^.^^ ^»1 ■ r% =~E£fi rJ*rja&.*A±*

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