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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 184

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 184 (sequence 186)
Language
German, English, Hebrew
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- 184 - zur hebräischen Sprache zurückkehren, wie wir in unsere historische Heimat zurückkehren wollen. Wie wir Alle den Glauben haben, dass wir unsere politische Auferstehung nur auf dem Boden Palästina's feiern können, also lebt in uns allen die Ueberzeugung, dass unsere geistige Wiedergeburt nur im-Rahmen der hebräischen Sprache möglich ist. 12u dieser Erkenntnis sind schon unsere Vorfahren im Laufe des letzten Jahrhunderts gelangt Die vorzionistische hebräische Literatur seit dem Anfang der Judenemanzipation, ist im grossen und ganzen der Ausdruck eines latenten Zionismus. Das jüdische Volk hat Heimweh bekommen, und es begann hebräisch zu sprechen. Ich muss es mir leider versagen, diese Literaturentwickelung auch nur in ihren allgemeinsten Umrissen hier zu zeichnen. Wir besitzen eine eigene hebräische Literatur. In Europa hat man bis jetzt von unserer Literaturbewegung keine Notiz genommen* Die moderne literarische Kritik befasst sich mit den unbedeutendsten literarischen Anfängern werdender Völkerstämme — für uns aber hat Europa kein Ohr und kein Auge. Es musste uns tief schmerzen, dass der Schrei unserer Seelen von Europa überhört wurde. Wir haben unsere Dichter, Forscher, Publizisten, führende Geister, die unsere Leiden mitgelitten, unsere Hoffnungen mitgehofft und die leise Sehnsucht unserer Herzen mitempfunden haben. Wer kennt diese grossen Märtyrer d6s Geistes? Mit der Ungerechtigkeit, mit der die Welt alles jüdische zu behandeln pflegt, ignorierte man auch unser nationales Geistesleben. Und was uns noch mehr schmerzt : Selbst die Juden standen in ihrer Mehrheit dieser Arbeit fern. Jetzt aber beginnt es anders zu werden. Der Zionismus hat näturgemäss die Liebe zur hebräischen Sprache wieder geweckt Dies beweist die gesteigerte literarische Production. Die in Russland und Palästina erscheinenden Tagblätter und periodische Schriften beweisen, welche erstaunliche Lebendigkeit und Ausdrucksfährgkeit die hebräische Sprache in den letzten Jahren erlängt hat. Daneben blühen zwei Verlagsanstalten in Warschau : „Achiassaf und „Tuschia". Es wurden mir Rechenschaftsberichte dieser beiden Gesellschaften zugeschickt. Beide haben überaus günstige Erfolge aufzuweisen. So hat, um nur ein Beispiel zu erwähnen, die Gesellschaft „Achiassaf", von der ^ebräischen Uebersetzung von Lipperts „Culturgeschichte", bereits aas vierte Tausend verkauft* Und das ist gewiss kein allgemein zugängliches Buch. So gross ist das Bildungsbedürfnis unserer Brüder im Osten. Alle diese Arbeiten waren bis jetzt, wie die ganze zionistische Thätigkeit, vereinzelt und unorganisiert Das soll jetzt anders werden. Wie wir uns hier versammelt haben, um unserer ganzen Bewegung eine einheitliche Organisation zu geben, so wollen wir auch, dass die Wiederbelebung der hebräischen Sprache von nun an in planmässiger, wohlorganisierter Weise vor sich gehe. Diese Thätigkeit wird in erster Linie eine erziehliche sein müssen. Es s

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