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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 182

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 182 (sequence 184)
Language
German, English, Hebrew
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X — 182 — weserid sind, welche zuerst für unsere Sache gestritten haben: Dr. Lippe und Pineles; ich möchte diesen Beiden meinen herzlichsten Dank aussprechen. Obwohl ich nicht officiell Delegierter bin, habe ich doch den bestimmten Auftrag von unseren Brüdern und Gesinnungsgenossen in Palästina, zu erklären, dass wir auf demselben Standpunkt stehen, den» die Zionisten in der ganzen Welt einnehmen, und dies hier auf dem Congress zum Ausdruck zu bringen. Wir rechnen nicht nach dem, ob unsere Wünsche berücksichtigt werden. Wenn vielleicht den Colonisten durch den Congress Leiden verursacht würden, wir wollen sie gerne ertragen,, wie wir bisher Leiden erduldet haben, um die Wiederherstellung des jüdischen Volkes, um die Wiederbelebung des jüdischen Geistes. (Grosser Beifall.) Aber wir wollen nicht vergessen, dass es 'nicht so einfach istr über die heutige Colonisation den Stab zu brechen. Ausserhalb mögen Manche sein, die unserer Colonisation nachsagen, dass sie nicht richtig gehandhabt werde. Es könnte uns gesagt werden, dass vielleicht hunderte von Jahren nöthig sind, wenn wir in der alten Weise vorgehen. Trotzdem sind wir der Meinung, dass es unbedingt nötig ist, uns einen rechtlichen Zustand zu schaffen, damit wir auf der breitesten Grundlage die Colonisation durchführen können. Wir müssen uns klar machen, dass die Colonisation nicht nur im Ackerbau besteht, sondern dass jeder Jude ein Colonist ist, der nach Palästina auswandert. In dieser Beziehung ist schon Manches geschehen. Wenn wir bis jetzt keinen Erfolg hatten, so möchte ich demgegenüber hinweisen, dass nicht blos 6- bis 7000 Colonisten in Palästina sind, sondern dass wrir viel mehr Colonisten haben, dass jeder Jude in Palästina ein Colonist ist. Wir haben u. A. in Jerusalem nach meiner Schätzung 40.000, in Hebron 15.000, in Jaffa 5500, in Tiberias 4000, in den Colonien 7000, Summa rund 70.000 Juden in Palästina. Das sind bei einer Bevölkerung von 4- bis 500.000 Einwohnern 15 Procent der Bevölkerung. Die Zunahme der industriellen Bevölkerung ist bekanntlich eine viel bedeutendere, als die der ackerbauenden. Wir verdanken diese Zunahme aber vor allen Dingen der Stellung, die wir einnehmen. Ich gebe zu, dass die Durchführung der Gesetze nicht dieselbe ist, wie in Europa und auch nicht dieselbe sein kann, wie es ja auch in Europa Länder gibt, wro die Gesetze nicht so genau durchgeführt werden. Aber gerade der Schutz der Regierung hat dazu geführt, dass unser Judenthum trotz mancher Schwierigkeit sich kr? ftig fortentwickelt. Ich bin der Letzte,, der nicht zugesteht, dass in Palästina schwere $chädeii bestehen, aber ich weiss die bittere Schale loszulösen und den süssen Kern zu finden. Um auf die Chalukkah zu kommen, muss ich sagen, dass ich durchaus kein Gegner derselben bin, dass es jjps nicht darauf ankommtr sie abzuschaffen. Es kommt darauf an, der Bevölkerung nicht mehr Unterstützung zli geben, sondern sie zu höheren Stufen emporzuziehen, dadurch,, dass wir der grossen Masse, welche arbeitin will, auch Arbeit verschaffen. In der deutschen Chalukkah, in der österreichischen Chalukkah,. dort liegt der Krebsschaden. Da bekommt Jeder so viel, dass er davon leben kann. Man müsste so vertheilen, dass der marokkanische Jude und der russische Jude auf gerechte Weise unterstützt wird. Wir müssen aus denjenigen Theilen, welche nur Wohlhabenden zu Gute kommen, arme marokkanische Juden anzusiedeln suchen; Wir haben in Jerusalem allein 30.000 Juden, welche arbeiten wollen und können und türkische Staatsbürger sind. Die Regierung erklärt jetzt schon, dass wir eine Arbeit

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