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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 168

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 168 (sequence 170)
Language
German, English, Hebrew
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— 168 — Sammlung auch im Princip mit der Gründung einer jüdischen Bank einverstanden erklärt und dass die Personen, welche ein Interesse am Nationalfonds und an der jüdischen Bank haben, zusammentreten und gesondert dem Centralcomite einen Entwurf zur Vorlage unterbreiten. Ein anderer Ausweg lässt sich heute nicht finden und möchte ich dringend empfehlen, diese Vorschläge allseitig zu acceptieren. Präsident: Es ist ein motivierter Antrag auf Schluss der Debatte eingereicht worden. Ich glaube, dass wir definitiv nichts beschliessen können, da Projecte vorliegen, welche nicht wohl weiter discutiert werden können, ohne sie durch Fachleute prüfen zu lassen. Es ist deshalb vielleicht nicht unangenehm, wTenn wir die Prüfung all dieser Anregungen dem Comite überlassen. Sie werden auf dem Laufenden erhalten werden, durch die Arbeiten des Comites, und es genügt, dass die Anregung bekannt geworden ist. Ich bringe den Antrag auf Schluss der Debatte zur Abstimmung. Schluss der Debatte ohne Anhörung weiterer Eedner angenommen. Resolution Davidsohn wird ebenfalls angenommen. Motzkill: Ich möchte nur die Anfrage stellen : Ist die Schaffung eines Nationalfonds erst vom nächsten Congress abhängig oder soll sie sofort stattfinden? Präsident : Derjenige, welcher dem Nationalfonds etwas zuwenden will, macht es. Wenn es dann später der Congress nicht annehmen will, so wird ihm das Geld dann wieder zur Verfügung gestellt. Bodenheimer: Wenn der Congress meine Resolution annimmt, so hat er im Princip den Nationalfonds beschlossen. . Die Resolution Bodenheimer wird angenommen. Präsident: Herr Herbst aus Bulgarien wünscht im Protokoll bemerkt zu haben, dass der Delegierte des bulgarischen Centraivereines „Zion" sich der Wahl eines Comitemitgliedes von Serbien und Bulgarien enthalten hat. Seff spricht russisch. Präsident: Wir gehen über zu Punkt 4. Herr Dr. Schnirer hat das Wort zu seinem Referat über die Colonisation Palästinas. Dr. Schnirer (Wien) beschränkt sein Referat, angesichts der vorgerückten Zeit, auf die Besprechung zweier allgemeiner Gesichtspunkte, deren Berücksichtigung für die zionistische Bewegung von grosser Bedeutung ist. Der erste Punkt betrifft die Frage, ob vorläufig weiter colonisiert werden soll oder nicht. Nach dem vom Congresse angenommenen Programme erstrebt der Zionismus für das jüdische Yolk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. Als eines der Mittel zur Erreichung dieses Zieles bezeichnet unser Programm „die zweckdienliche Förderung der Besiedlung Palästina's etc.44 Aus dieser Fassung des Programmes könnte man die Folgerung ziehen, dass jede weitere Einwanderung von Juden in Palästina zu sistieren ist, so lange die erwünschte öffentlich-rechtliche Sicherung nicht gegeben ist. Die Fassung des Programmes lässt aber noch eine andere Deutung zu. Diese zweite, von vielen Gesinnungsgenossen getheilte Ansicht geht dahin, man möge nur — wie bis jetzt — weiter co/onisieren, ohne Rücksicht auf die noch mangelnde „öffentlich-rechtliche Sicherheit44, deren

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