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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 167

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 167 (sequence 169)
Language
German, English, Hebrew
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— 167 — genannt habe, berücksichtigt werden. Wenn das Kesume dieser Vorschläge als formeller Antrag verlangt werden soll, so bemerke ich, dass die vier ersten Paragraphen die Principien enthalten und ich bin zufrieden, wenn diese nur im Principe angenommen werden. Es ist ein Irrthum, dass ich zehn Millionen für meinen Fonds verlange. Der Fonds soll überhaupt als eiserner Fonds geschaffen werden und ein solcher bleiben und bevor er etwa eine Million erreicht hat, nicht angetastet werden. Das sind die Grundprincipien, die ich vorschlage. Dr. Bodenheimer: Ich fürchte eine längere Debatte hervorzurufen, wenn ich auf Einzelnheiten des Vortrages unseres allverehrten Professor Schapira eingehe. Ich möchte aber bemerken, auch ich habe ein Opfer des Intellekts gebracht, indem ich den von mir entworfenen Financierungsplan, in welchem die Gründung einer jüdischen Bank die Spitze bildet, vorgebracht habe, mit der ausdrücklichen Erklärung, dass ich denselben nicht für geeignet halte, zum Gegenstand der Berathungen und Beschlüsse des Congresses gemacht zu werden, weil ich glaube, dass derselbe von einem kleineren Comite vorberathen werden muss. Um aber eine Lösung herbeizuführen, erlaube ich mir folgenden Vorschlag: Die Versammlung erklärt, dass sie im Princip die Schaffung eines nationalen Fonds und die Gründung einer jüdischen Bank für nothwendig hält, dass daher das zu wählende Actionseomite dem nächsten Congress einen gründlich ausgearbeiteten Plan hiefür vorlegen möge. Wie Professor Schapira erklärt hat, haben sich einzelne Mitglieder bereit erklärt, Beiträge für einen Nationalfond zu zeichnen. Ebenso wird mir mitgetheilt, dass Finanzmänner da sind, welche bereit sind, sich bei Gründung der Bank zu betheiligen. Ich wünschte also, dass sich die Ver- 5. Bevor eine Summe aus den Fonds entnommen wird, muss erst für eine Garantie gesorgt werden, dass der Betrag vollauf in höchstens 50 Jahren wieder ersetzt werde. 6. Zur Verausgabung einer jeden die jährlichen Zinsen übersteigenden Summe aus dem Grundcapital des Fonds bedarf es der Stimmenmehrheit des plebiscitär zu vernehmenden jüdischen Volkes, so gut dieses überhaupt ausführbar ist. 7. Soll der auszugebende Betrag die Hälfte des ganzen Grundcapitales übersteigen, so bedarf die Ausgabe einer Stimmenmehrheit von mindestens zwei Drittel aller erreichbaren Stimmen. 8. Die Verausgabung einer Summe bis zum Betrage der jährlichen Zinsen kann auf Beschluss der Verwaltung geschehen. 9. Soweit thunlich, sollen bevorstehende Ausgaben ein Jahr vorher dem Volke oder seinen Vertretern vorgeschlagen werden. Nur in dringenden Ausnahmsfällen kann sich die Verwaltung im Laufe des nächsten Jahres nachträglich Indemnität einholen. 10. Die Verwaltung wird von dem gegenwärtigen Congress provisorisch bestimmt. Der nächste Congress bestimmt definitiv für die kommenden zehn Jahre. Im Laufe der nächsten zehn Jahre soll ein festes Statut für die zukünftige Verwaltung aufgestellt werden. 11. Abänderungen dieser Satzungen können nur auf Grund eines Plebiscits mit einer Stimmenmehrheit von mindestens zwei Drittel aller erreichbaren Stimmen vorgenommen werden. 12. Einem solchen Plebiscite muss eine dreimalige Bekanntmachung mit Zwischenpausen von jeweils zehn Jahren vorangegangen sein, die jedesmal so gut als möglich unter alle Juden verbreitet werden müsste,"

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