Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
- Issue
- 29. bis 31. August 1897
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 162)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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— 160 Präsident: Die Erledigung in der Commission kann natürlich für den Congress keine bindende sein. Aber Sie werden in der Commission Gelegenheit haben, darüber einen Meinungsaustausch herbeizuführen, der Sie hoffentlich beruhigen wird. Wir müssen unseren Meinungsaustausch einschränken in der Voraussicht des Zeitmangels, der Nachmittag eintreten wird. Herr Dr. Blumenfeld hat ein gewiss legitimes Bedenken, Wenn wir eine solche summarische Form der Discussion haben, so ist damit natürlich nicht gesagt, dass das Bedenken nicht auch ganz berechtigt ist. Wir gehen nun zu § 3 über. (Verliest denselben.) Schach: Wir haben bei der Berathung des § 2 den Satz ausgelassen, dass einer nur 10 Stimmen auf sich vereinigen kann. Präsident: Eine Trennung ist gar nicht verlangt worden und infolgedessen ist dieser Satz angenommen. Er ist wiederholt vorgelesen werden. Die Absicht dieses Theiles ist ja doch geradezu ein Schutz der Minorität. § 3 wird ohne Debatte angenommen. Präsident: verliest § 4. Dr. Ebner: Mit Rücksicht darauf, dass die Bukowina 60.000 Juden zählt, beantrage ich, dass für die Bukowina ein Mitglied in das Exeeütivcomite gewählt wrerde. Bromberg : Die Stimmung ist derart, dasif man daraus ersehen kann, dass noch manches Land sich melden wird und einen Vertreter haben will. Im Hinblick darauf beantrage ich, dass das Actionscomite aus einer grösseren Zahl bestehen soll und, zwar wenigstens aus 25 Mitgliedern, wovon 5 in Wien wohnen sollen. Wolffsohn: Ich werde auch den Antrag stellen, dass Palästina in diesem Actionscomite vertreten wird. Dr. Bodenheimer beantragt 21, schliesst sich im Uebrigen Bromberg an. Präsident: Es wird die Commission selbstverständlich auch diesen Satz in definitive Form bringen. Die Commission ist ebenfalls mit 21 Vertretern einverstanden und sollen dieselben, wie folgt, gewählt werden : fünf, ständig in Wien ansässig, sollen direct vom Congress gewählt werden. Die anderen werden von ihren Landsmannschaften und Gruppen festgesetzt. Das Resultat, das von den Landsmannschaften vorgelegt wird, wird vom Congress nur noch gutgeheissen. Für Berücksichtigung der einzelnen Länder liegt folgender Entwurf vor : Wien 5, Oesterreich ohne Galizien und Bukowina 1, Galizien 2, Bukowina 1, Russland 4, Frankreich 1, England 1, Amerika 1, Palästina 1, Rumänien 2, Bulgarien und Serbien 1, Deutschland 2. Wir haben also im Ganzen 22 und müssen $ie einen streichen. Dr. Farbstein: Ich wiirde beantragen, 23 zu wählen. Dr. Blnmenfeld : Ich wünsche, dass auch die orientalischen Länder einen Vertreter haben. Antrag Farbstein ward angenommen. Isidor Schalit (Wien): Ich stelle den Antrag: Der Generalsecretär gehört dem Actionscomite an und hat Sitz und Stimme in demselben. Ich begründe diesen Antrag damit, dass wir einen Mann, den wir mit einer solchen Stellung beehren, nicht mit einer abhängigen Stellung betrauen wollen. Darum muss er auch Sit^ und Stimme haben, wie die Uebrigen. Steiner: Wer immer dieser Einzelne sein mag, so muss ich doch sagen: Unsere Aufgabe ist eine viel höhere, als dass wir einzelne Para-