Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
- Issue
- 29. bis 31. August 1897
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 161)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476255-3476257--0509-3525715- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
- 159 — Schapira durchgeführt, so durchbrechen wir das Princip der Repräsentation. Es handelt sich überhaupt bei diesem Entwürfe nur um ein Jahr. Er ist provisorisch. Wenn wir provisorisch diese Versammlung zustandegebracht haben, so wird das Comite, das kommen wird, noch grösseres leisten können. Dass 20 Leute, welche aus verschiedenen Windrichtungen zu* sammen kommen, einen Vertreter wählen sollen, das scheint mir unpraktisch. Lassen Sie diese Frage offen. Das vorgeschlagene Alinea: „Jede zionistische Ortsgruppe......44 genügt vollkommen. Wenn wir den von Herrn Professor Schapira vorgeschlagenen Passus acceptieren, so würden noch immer viele Leute auf der Galerie sitzen bleiben, und unter diesen wäre vielleicht gerade einer, der am meisten zu sagen gehabt hätte. % Steiner: Ich ziehe den Zusatzantrag zurück. Dr. Ehrenpreis: Ich beantrage, dass es heissen solle: „Vereine oder Ortsgruppen". Ferner stelle ich den Zusatzantrag: „Vereine und Ortsgruppen können ihre Delegierten auch aus Zionisten ausserhalb ihrer Gruppe wählen." Bei der Abstimmung wird der Antrag der Commission angenommen* Präsident: Es wird nun dieses Alinea der Commission* zur Herstellung einer gewissen juristischen Eleganz zurückgestellt. Es ist ein » Antrag eingegangen von Dr. Blumenfeld, welcher lautet: „Zahlende Zionisten, welche als Privatpersonen am Congress theilnehmen, haben bloss das Recht, an den Berathunglh, aber nicht an den Abstimmungen zu participieren." Herr Dr. Blumenfeld hat das Wort. Dr. Blumenfeld: Ich habe gleich gesagt, die Stellung, wrelche die nicht delegierten Zionisten am Congress einnehmen, muss in dem zweiten Punkt erwähnt werden. Ich glaube, dies gefunden zu haben in der Weise, dass wir sagen, sie haben bloss das Recht, an den Berathungen, nicht aber an der Abstimmung theilnehmen zu dürfen. Präsident: Ich mache darauf aufmerksam, dass es heisst: „Zahlende Zionisten". Das Recht, an den Berathungen teilzunehmen, wird davon abhängen, dass einer zahlt. Ich glaube nicht, dass diese Form eine schickliche ist. Wenn wir dies geglaubt hätten, hätten wir auch bei diesem Congresse auf zahlende Zionisten Rücksicht genommen. Ich war der Ansicht, dass der Antrag Blumenfeld nur eine kaum veränderte Wiederholung des Antrages Neumark ist. Dr. Bodenheimer: Ich glaube, es liegt doch noch ein Missverständnis vor. Es ist von Collegen Schauer erwähnt worden, dass die Frage der Betheiligung der einzelnen Zionisten am Congress noch zum Ausdruck kommen soll, und dass es selbstverständlich ist, dass jeder Zionist theilnehmen kann. Ueber das Stimmrecht der einzelnen Zionisten hat auch AI. 2 keine Bestimmung getroifen, und infolgedesssen müssen wir die Bestimmung darüber der einzusetzenden Commission überlassen. Wir können uns darüber nicht einigen. ..- - Präsident: Es ist sehr zu bedauern, dass wir alle Juristen sind. 7 1 t denn die finden die klarsten Dinge unklar. Da wir bereits im Princip einig sind, so können wir diesen Paragraphen der Commission übergeben. Wir können uns also dabei beruhigen, und wollen wir darüber keine Zeit mehr verlieren, da wir den Nachmittag so sehr nothwendig brauchen werden. Ich mache jetzt schon darauf aufmerksam. Dr. Blumenfeld: Ich ziehe meinen Antrag zurück.