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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 156

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 156 (sequence 158)
Language
German, English, Hebrew
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- 156 - Präsident: Herr Herbst beantragt das Gleiche. Sie vereinigen sich vielleicht zu einem gemeinschaftlichen Zusatzantrag. Dr. Farbstein: 3. Betreffs des Shillings möchte ich auch noch bemerken: Es unterliegt kaum einem Zweifel, dass die Masse der Juden in England nicht imstande ist, zwei Shilling zu bezahlen. Ich möchte darum beantragen, zu sagen: ein Shilling, wregen des russisch-polnischen Proletariats, das in Liverpool, London, Manchester etc. lebt. Schach: Ich will mich kurz fassen. Ich vermisse im ersten Paragraphen die Klarheit. Zuerst fehlt das Wort: „zionistische Partei". Ich glaube, es sollte heissen statt „Jeder, der berechtigt sein will" „jedes Mitglied der zionistischen Partei zahlt" so und soviel, (Lebhafter Widerspruch.) Aber, meine Herren, für was sollen wrir uns denn ausgeben? Wir können doch noch nicht sagen, dass wir das Volk sind. Es gehören zum Judenvolk noch Viele, die nicht mit uns gehen. Wir sind eine Partei. Wir sind eine Partei, wie jede andere Partei, Darum möge es heissen: „Jedes Mitglied der zionistischen Partei etc." Wir sollten auch sagen: „Jeder zahlt einen Franken", und dieser Betrag sollte auch den Beiträgen anderer Länder zugrunde gelegt werden. Dr. Neumark: Ich glaube, dass auch nichtdelegierte Mitglieder der Partei theilnehmen sollen am Congress. Das Centralcomite soll darüber bestimmen und da das Centralcomite die Mitglieder in den einzelnen Ländern nicht kennen kann, so wäre die Sache so zu ordnen, dass das Centralcomite mit den verschiedenen Landesorganisationen zu bestimmen hätte, ob ein Zionist als Mitglied zum Congress zugelassen werden soll oder nicht. S. Lublinski (Berlin): Dr. Bodenheimer hat in ausgezeichneter Weise nachgewiesen, dass der Congress in keiner Weise zu einer Delegiertenversammlung herabgedrückt wrerden darf. Mir scheint, das Schlechteste bei der ganzen Sache ist dies, dass wir laut erklären, den Congress geht es nichts an, wie der Delegierte gewählt wird, und ich beantrage deshalb, dass ein solcher Entwurf nicht angepommen wTerden soll, sondern, dass wir kurz sagen: Mitglied kann jeder wrerden, den der Congress dazu ernennt. Bromberg: Wir haben gestern und vorgestern Zeit genug gehabt, wirklich sachliche Ausführungen und Reden zu hören. Jetzt wollen wir arbeiten! Ich beantrage deshalb Schluss der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner. Dieser Antrag wird angenommen. Dr. Schnirer: Zur Vermeidung von Missverständnissen möchte ich einfür allemal statuieren: Schluss der Rednerliste heisst: Redner werden nicht mehr zugelassen. Schluss der Debatte heisst: Es wird nicht mehr gesprochen. Dr. Blumenfeld: Ich habe mich schon früher zum Worte gemeldet, wurde aber übersehen. (Präsident: Ich bitte um Entschuldigung.) Ich wollte keinen Antrag, stellen, sondern nur um Aufklärung bitten. Eine Aufklärung zu verlangen, ist man jederzeit berechtigt. Ich wollte nur fragen, was zu geschehen hat, wenn an einem Orte mehr als 100 und nicht ganz 200 Mitglieder sind. Der Entwurf liegt uns# nicht gedruckt vor; infolgedessen wissen wir nicht recht, was darin steht. Präsident : Wir konnten keine Druckerei finden, die ihn in so kurzer Zeit gedruckt hätte.

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