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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 155

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 155 (sequence 157)
Language
German, English, Hebrew
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I — 155 — diesem Paragraphen beantrage ich: „Am Congress können lediglich Delegierte theilnehmen". Dann würde sich daran eine stylistische Correctur der übrigen Fassung anschliessen: „Dei Congress besteht aus Delegierten. Ein Delegierter wird gewählt voh je 100 Mitgliedern44. Ich stelle also den Antrag, dass dieser bestimmte Satz an die Spitze gestellt wird. Karl Herbst (Sofia): Bis jetzt war die Organisation der Zionisten eine lose. Nun heisst es, dass Jeder stimmberechtigt ist, der Beiträge entrichtet. An wen zahlt er dieselben? An die bisherige lose Organisation oder an wen? Es soll bestimmt werden, wohin er das Geld entrichtet. Die Beiträge, die den Vereinen entrichtet werden, sind meist zu localen Zwecken bestimmt. Ich würde beantragen : Es soll principiell gesagt sein: „an die Landescasse, welche die Beiträge an die Centrale zu entrichten hat44. Präsident: Es wird im Verlauf der Discussion vorkommen, dass ein Bureau eingesetzt wird für die Vorbereitung des nächsten Congresses, welches dann Empfänger der Beiträge sein wird. Dr. Bodenheimer: Ich möchte gegen den Antrag Landau sprechen. Ich habe schwrere Bedenken gegen eine solche Fassung des Paragraphen. Der Congress ist nicht eine Vereinigung1 von Delegierten, sondern wrenn er überhaupt eine weittragende Bedeutung haben soll, muss er eine Versammlung aller Zionisten sein und mu§s jeder Zionist, der etwas zur gemeinschaftlichen Organisation beiträgt, in der Lage sein, an dieser einzigen Stelle, wo er sich äussern darf, sich auch zu äussern. Ich möchte Sie dringend bitten, den Congress nicht zu einer Delegiertenversammlung zu degradieren. Ich habe auch schwere Bedenken wegen der Landesorganisation. Wir können die Bestimmung über das Stimmrecht ruhig dem Actionscomite überlassen, welches die einzelnen Modalitäten mit den Landesorganisationen feststellt, bevor der nächste Congress stattfindet. Wir wollen diese Frage vertrauensvoll dem zu wMüen den Actionscomite überlassen, das in der Lage sein wird, zu ermessen, in welcher Weise Bestimmungen über das Stimmrecht getroffen werden können. Bahar: Wenn die Ziffern noch provisorisch sind, so habe ich nichts zu sagen; sollten sie jedoch definitiv sein, so frage ich, warum einem Pranken zwei Shilling gegenübergestellt werden. Es ist dies doch nicht das richtige Verhältnis. Steiner: Die Höhe der Beiträge wurde von den Delegierten der einzelnen Landestheile bestimmt. Jeder sagte: Bei uns kann man auch vom Aermsten so und soviel bekommen. Wir haben den Sehekel fixiert nach der Leistungsfähigkeit der Juden der einzelnen Länder. Bahar: Wenn man arm ist, so ist man an allem arm. Man kann millionenarm sein, oder arm an Franken und Dollars. Warum soll der arme Engländer 2 Shilling zahlen und der arme Orientale nur 1 Franken? Steiner: Die Vertreter des Landes haben erklärt, dass dies die richtige Summe ist; darum hatten wir Vertreter jedes einzelnen Landes gewTählt. Dr. Farbstein: Ich möchte einige Bemerkungen machen. 1. Ob Delegierte oder alle stimmberechtigt sind? Ich wäre nur für Delegierte^ weil das das demokratische System ist, während das andere das plutokratische ist, weil die Armen nicht kommen können. Wir werden einen Congress der IMchen haben und die Armen werden nicht vertreten sein. 2. steht: „Zahlt einen Scliekel". Aber es steht nicht, an wen; es muss die Bemerkung stehen: „zahlt einer Ortsgruppe". Dies möchte ich beigefügt haben.

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