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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 140

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 140 (sequence 142)
Language
German, English, Hebrew
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f — 140 — clamiert. Diese grosse Idee fand sogleich in den Herzen derjenigen Juden Anklang, bei denen die Liebe zu ihren geknechteten und gedrückten Brüdern, zur getretenen jüdischen Ehre stark war/ Sie reichten einander die Hände, um einen weit ausgebreiteten statutenfreien Verband der „Chowewe Zion" zu bilden. Bis in die letzte Zeit aber sind die Ideen und das Programm der „Chowew^e Zion", deren Zahl von Tag zu Tag riesig wächst und sich hauptsächlich aus dem intelligenteren Theile des Judenthums recrutiert, noch yiel zu wenig in unsere Yolksmassen eingedrungen. Denn infolge des langen Golus haben die Massen gar keine politische Erziehung und besitzen deshalb auch kein Yertrauen in ihre politischen Kräfte und keine Hoffnung auf eine politische Zukunft. Die politische Erziehung der jüdischen Yolksmassen, die Entwicklung und Pflege eines festen Glaubens an Israels politische Zukunft im wiedergewonnenen alten Heimatslande ist die erste und grundsätzlichste Aufgabe der Zionisten. Zu diesem Zwecke müssen die Zionisten das allgemeine Mveau des jüdischen Wissens in den Yolksmassen heben. In jeder Stadt, wo ein zionistischer Yerein sich befindet, muss eine musterhafte jüdische Schule zur Bildung der heranwachsenden jüdischen Jugend gegründet und sollen populäre Yorträge und Discussionen veranstaltet werden. In diesen soll das Yolk sowohl die jüdische Geschichte, als auch den jetzigen Zustand der jüdischen Nation kennen lernen, sowie von Allem unterrichtet werden, was zur Wiedergewinnung des heiligen Bodens und zur politischen Einrichtung daselbst geschieht. Der internationale Zionistencongress, hat aus seiner Mitte ein „Bildungscomite" zu wählen, bestehend aus Personen, die in Angelegenheiten der jüdischen Volksbildung am meisten competent sind. Dieses Comite, dem die besten wissenschaftlichen Hilfsquellen in stets wachsender Anzahl, sowie auch grosse Geldsummen zur Yerfügung stehen müssen, hat den einzelnen Ortsgrupen mit competenten Rathschlägen und Fingerzeigen, sowie auch mit wissenschaftlichen Büchern, und wenn nothwendig, durch Entsendung von Lehrkräften und Geld zu Hilfe zu kommen. Ausser den allgemeinen Schulen haben die Ortsgruppen für eine genügende Anzahl yon Ackerbau- und Gewerbeschulen zu sorgen, deren Zöglinge, im palästinensischen Geiste erzogen, im Stande wären, in der nächsten Zukunft nach Palästina auszuwandern, um daselbst musterhafte Ackerbaucolonien, wie auch Gewerbe- und Fabriksanlagen zu gründen. In all diesen Schulen soll das Programm, welches für jeden Schultypus besonders ausgearbeitet wird, zwei Unterrichtsgegenstände unbedingt enthalten und zwar ä) die hebräische Sprache als Umgangssprache und b) Palästinakunde. Letzterer Gegenstand soll die Summe sämmtlichen bis jetzt erworbenen und noch zu erwerbenden Wissens über Palästina umfassen. Das genaue und eingehende Studium dieses Gegenstandes wird nicht nur für diejenigen nützlich sein, die nach Palästina auszuwandern gedenken, sondern wird auch zum besten Agitationsmittel der zionistischen Idee für die heranwachsende Jugend und für die derselben nahestehenden Personen

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