Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
- Issue
- 29. bis 31. August 1897
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 134 (sequence 136)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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* — 134 — Ctfngress heraus kommen. Diesmal sollte man der Kürze halber den Antrag* nicht der Commission übergeben, sondern sieh zuerst über die principielle Frage aussprechen und dann in die Tagesordnung eintreten. — Zwischenruf: Man sollte die sämmtlichen Anträge zur Sichtung einer Commission überweisen, damit die Reihenfolge festgestellt werden kann. Präsident: Wir können nicht mit parlamentarischer Umständlichkeit vorgehen, weil wir nur 3 Tage zur Verfügung haben. Wenn ein Antrag* vorliegt, der gegen die Statuten des Congresses ist, so wird er selbstverständlich zurückgelegt. Die Anträge welche sich decken, liegen ja. den Referenten vor. Ich glaube nicht, dass wir viel kürzer verhandeln werden, wenn wir das Princip der Einsetzung einer Commission zunächst zur Abstimmung bringen, welche Commission dann die verschiedenen Anträge geeigneten Personen im Plenum vorlegen würde. Dr. Schnirer: Was wird geschehen? Die Commission wrird eine Anzahl von diesen Anträgen und Anregungen auswählen; einige wird sie beachtenswert finden, andere zurückstellen. Glauben Sie, dass es sich einer nehmen lassen wird, seine Vorschläge vorzubringen? Da rechnen Sie schlecht mit der Eitelkeit der Menschen. Deshalb wollen wir keine Commission wählen, sondern die Anträge der Reihe nach vornehmen. — Wolffsohn: Ich möchte doch bitten, über meinen Antrag zuerst abzustimmen. Wir werden damit eine grosse Erleichterung haben, dass sämmtliche Anträge einer Commission überwiesen wrerden, welche sämmtliche Anträge behandelt; sonst können wir noch 3 und 6 Tage hier sitzen bleiben, ohne zu einem Ziel zu gelangen. Die Commission soll die Anträge prüfen. Ich bitte, darüber abstimmet! zu lassen; dann wird man sehen, wie der Congress denkt! , Dr. Landau: Geehrte Versammlung! Ich finde es sehr bedauerlich und wirklich nicht gerade begreiflich, dass wir sowohl zu Punkt 2 alszu Punkt 3 gar keine feste Entwürfe vor uns haben, zu denen wir Stellung nehmen sollen. Es ist vielleicht zur Frage des Programines nicht leicht möglich, aber anders verhält es sich mit der Organisation. Wir haben heute früh eine sehr interessante Rede und Anregungen gehört des Dr. Boden heimer; allein wir haben keine präcise klare Organisationsproposition. Aber gerade das ist nothwendig. Die Organisation muss sich nach den Landes Verhältnissen richten. Wenn wir heute einen präcisen Entwurf hätten, so wären wir viel besser daran. So sehr ich sonst dagegen bin, so glaube ich, bleibt uns jetzt nichts anderem übrig, als eine Commission einzusetzen, und zwar zu dem Zwecke, zu welchem die Programm - Commission eingesetzt wurde. Die würde dann gewisse Entwürfe, die discutierbar wären, ausarbeiten. Es ist selbstverständlich, dass die Programmfrage eine andere ist, als die Organisationsfrage, und dass erst auf Grund des Entwurfes eine eingehende Organisation beschlossen wird. Es ist von Wichtigkeit, wras vom Herrn Präsidenten angedeutet wurde: es handelt sich darum, ob eine Präclusion statt- / 4ft 7 finden soll für diejenigen, welche den Antrag nicht an die Commission richten. Hätten wir einen Entwurf, so könnten wir sagen das liegt uns vor nach parlamentarischer Sitte, dann hätten wir zu diesem Stellung zn nehmen. Ich will Sie bitten, noch eines in Betracht zu ziehen, nämlich die Frage der Zusammensetzung dieser Commission. Wir sind sonst dagegen, dass hier die Landesangehörigkeit der einzelnen Mitglieder in Betracht komme, denn wir sind alle Zionisten. Ich glaube aber, bei