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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 131

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 131 (sequence 133)
Language
German, English, Hebrew
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Präsident: Ich möchte Herrn Dr. Blumen fei d darauf aufmerksam machen, dass es an sich eine authentische Interpretation nicht geben kann; ich glaube aber,' dass in gewissem Sinne eine solche in der Debatte des Congresses liegt, die jeder lesen kann und die im stenographischen Bericht sich finden lässt. — Es liegt der Antrag vor: Drucklegung des Programmes, sowie Hinzufügung der Motive. — Bei der Abstimmung wird die Drucklegung angenommen, die Angabe der Motive dagegen mit grosser Mehrheit abgelehnt. — Präsident: Wir gehen über zur Discussion des Punktes 3 der Tagesordnung. Marmorek: Wir sind beim Kernpunkte unserer Berathung angelangt. Wir wissen alle, dass Judennoth besteht; wir sind einig darin, dass wir abhelfen wollen; aber, um ideale Zwecke zu erreichen, ist Organisation in erster Linie erforderlich. Was eine gute Organisation ausmache, kann uns, obwohl wir im Princip gegen diese Partei sind, die Soeialdemokratie lehren. Was sie erreicht hat, hat sie nur durch Organisation erreicht. Die Organisation darf nicht auf den Schultern weniger eine Last von Arbeit sammeln, der diese mit dem besten Willen absolut nicht nachkommen können. Ich beantrage: Es möge der Zionisten - Congress eine Organisation mit Orts-, Landes- und Staats - Comites, die nach den betreffenden Staatsgesetzen €inzurichten sind, beschliessen. Ausserdem müssen aber davon getrennt, Commissionen'mit specieller Aufgabe creiert werden, und zwar: 1. Eine Commission für das Volksstudium und für Berufs-Statistik. 2. Eine Commission für Landesstudium und die Colonisation Palästinas. 3. Eine Commission für Organisation und Propaganda. 4. Eine Commission für Presse, insbesondere Parteipresse, und sollte derselben besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dieselbe hätte sich unter anderm auch mit den Culturangelegenheiten des jüdischen Volkes m befassen. 5. Eine Finanzcommision. 6. Eine Commission zur Vorbereitung des nächsten Congresses. — Denn der heutige Congress ist gut in Scene gesetzt worden; doch fühlen wir, dass man noch weiter schreiten sollte. Es soll deshalb ein Separat-, €omite für den nächsten Congress eingesetzt werden. Dr. Kaminka: Die Anträge, die hier gestellt wurden, sind in ihrer Gesammtheit etwas verfrüht. Wir haben noch keine Uebersicht Es sollte der Antrag gestellt werden, dass ein Comite zur Förderung der praktischen Colonisation eingesetzt werde. Die Notwendigkeit wird «ich von selbst ergeben, nachdem Sie den Bericht über die Colonisation angehört haben werden. Ebenso werden Sie, nachdem Sie die Verhandlungen über die hebräische Literatur angehört haben werden, sehen, in wieweit die Einsetzung einer Commission für hebräische oder jüdische Oesammtliteratur erforderlich sein wird. Wir wollen die Anträge deshalb verschieben, bis die Verhandlungen so weit erledigt sind. — David Wolffisohn ^Köln ^: Ich möchte bemerken, dass dieser Punkt der Tagesordnung wohl der wichtigste und schwierigste ist; ich möchte deshalb den Antrag stellen, eine Commission von 7 Mitgliedern zu wählen, an die sämmtliche auf die Organisation bezügliche Anträge der Congressmitglieder zu richten sind. Dieselbe wird dann heute die An- 9*

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