Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
- Issue
- 29. bis 31. August 1897
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 132)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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— 130 — errungen haben, als diejenigen sind, die sich unserer Sache in den Weg stellen. Erfüllen wir uns doch mit dem Geiste dieser Männer, legen wir unsere Herzen in unsere Hände, werden wir die muthigen Vorkämpfer unserer Ueberzeugung, und der Sieg kann unserer Sache nicht fehlen» Der Geist aber, der jene Männer durchdrang, ist ein anderer als derjenige der Zwietracht und der Zersplitterung, welcher dem jüdischen Volke oft so unheilvoll geworden ist. So möge denn ein Geist der Einigkeit, der Geist des Rütli auch über unserer Versammlung neuer Eidgenossen wehen. (Lebhafter Beifall,) Nachmittags-Sitzung. Präsident: Das Wort hat Herr Dr. Blumenfeld. Dr. Blumenfeld: Ich habe mir erlaubt, einen kurzen Antrag zu linterbreiten, werde mir erlauben, diesen Antrag mit einigen Worten zu beleuchten, und erwarte günstiges Entgegenkommen. Es hat uns heute Dr. Nor dau den Entwurf des Congress-Programmes vorgelesen und die Bitte daran geknüpft, derselbe möchte en bloc angenommen werden unter Vermeidung jeder weiteren Discussion. Nachdem einige Anfragen zum Entwürfe gestellt worden waren, hat Dr. Nordau erklärt, dass diese Anfragen bereits in dem Entwürfe ihre Antwort finden. Ich beantrage nun die Drucklegung des Entwurfes und zugleich der Motive. Präsident: Ich ertheile das Wort Herrn Dr. S e h a f f e r. Dr. Schaffer (Baltimore): Unser Programm ist sehr knapp gehalten; aber die Ursache dafür, dass es so kurz gefasst ist, ist die, dass es die verschiedenen Anschauungen einschliessen wollte. Wenn man eine Erklärung geben wollte, so müsste man verschiedene Erklärungen geben, und zwar je nach der Auffassung des Einen oder des Anderen. Ich bitte Sie, den Streit, den wir glücklich beigelegt haben, nicht noch einmal heraufzubeschwören. Viemehr soll es jedem einzelnen Delegierten anheimgestellt sein, das Programm zu Hause so zu erklären, wie es ihm am besten passt. Präsident r Ich ertheile Herrn Dr. N e u m a r k das Wort. Dr. Neumark: Wir haben heute die Einigkeit hergestellt. Etwas schwer ist es gegangen. Man hätte sie vielleicht auch mit weniger Schneidigkeit in der Handhabung der Geschäftsordnung herstellen können, aber man hat sie wenigstens hergestellt, und wenn wir nochmals eine Erklärung geben über die Motive, so sind wir gezwungen, auf die einzelnen Ausdrücke einzugehen. Präsident: Ich ertheile Herrn Dr. Blumenfeld das Wort. Dr. Blumenfeld: Es wurde von mir nicht verlangt, dass irgend welche Frage näher bezeichnet werden müsse, sondern es soll nur commentiert werden, was der Ausschuss und der Congress unter jedem einzelnen Schlagwort versteht. Es ist das von sehr grossem Nutzen, damit wir das grosse Publicum für unsere Zwecke gewinnen.