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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 41

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 41 (sequence 43)
Language
German, English, Hebrew
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41 Dieselbe ist die noch ungeschriebene politische Geschichte der Milchzähne der algerischen Juden. Jetzt kommen neue Wahlen, und sind die letzten Krawalle in Algerien auf die für Cambon nothwendige Demoralisierung der Juden hin geplant* Die Lage hat sich aber seit vier Jahren sehr verschlimmert, insofern als der Fanatismus der spanischen Christen und der Priester sich dazu gesellt hat und da ist auf eine Milderung kaum mehr zu rechnen. Die Feindseligkeiten der Araber sind nicht ernst aufzufassen. Der Araber ist auf den Juden nicht eifersüchtig, denn er will kein Franzose werden und verachtet seine eigenen Brüder, die sich haben neutralisieren lassen. Das wird jedem einleuchten, der da wreiss, dass bei den Mohamedanern die Keligion, Civil- und Strafgesetze ein Ganzes bilden und dass der Verzicht auf einen Theil einer völligen Bekehrung gleichkommt. Sie glauben, dasselbe sei bei uns auch der Fall und deshalb achten sie den Jud^n nur wenig. Sind aber die Araber leicht gegen Juden aufzuhetzen, so kommt es nur daher, weil sie das als einen Anfang der lang ersehnten Christenermordung ansehen. Diesem jüngst anerkannten Umstand haben wir die plötzliche Niederwerfung der letzten Krawalle zu verdanken. Algerien besitzt 45.000 Juden, wovon mehr als 80.000 im tiefsten Elend leben. Die Rasse ist ungemein intelligent, höchst culturfähig, bietet anmuthige Frauen von blühendster Frische und Schönheit. Die Männer sind von kräftigem Bau und malerischer Statur. Im Yolk besonders überwältigt ein Jude spielend drei kräftige Christen. Diese wissen das auch und hetzen lieber, wie sie es in Tleman versucht, 2000 Araber auf- 100 Juden. Grosse Reichthümer sind in Händen von Juden. Wie anderswo, zahlen sie gerne und viel, mitten in der Gefahr aber, vor- oder nachher, ist ihnen keine Yerfcheidigungsmethode beizubringen. Die alte Generation muss verschwinden. Die jüngere ist schon zuweilen recht edlen Sinnes und politischen Geistes fähig. Knaben- und Mädchen-Handwerwerkerschulen sind gegründet worden, helfen aber dem furchtbaren Elend sehr wenig. Ueberdies wandern von Marokko her beständig Banden von armen Leuten. Ich glaube, dass . eine zionistische Bewegung dort einen sehr freudigen Anklang finden und für die von mir geliebten Brüder eine Erlösung bedeuten wird. Bis jetzt haben sie nicht die geringste Ahnung davon. (Lebhafter Beifall.) Präsident: Herr Samuel f> i n e 1 e s wird uns über die Lage der Juden in Rumänien Bericht erstatten : Sam. Pineles (Galatz): Sehr verehrte Anwesende! Ich überbringe dem Congresse wanne Grüsse von 250.000 Jndea, von denen an 20%, also über 50.000 Personen, in mehr als 9000 Petionen ansuchen, der Congress möge Schritte bei Sr. Majestät *

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