Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
- Issue
- 29. bis 31. August 1897
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 25)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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In den Lehrerbildungsanstalten betrugen sie im Jahre 1875 . . . 0-24°/0 (1 Jude) „ „ 1880 . . . 6% männliche (58 Schüler) und 13% weibliche (94 Schülerinnen) „ „ 1890 . . . 3% männliche (27 Schüler) und 8% weibliche (45 Schülerinnen). Die Abnahme ist damit zu erklären, dass die Juden jetzt zu öffentlichen Lehrerstellen mit Ausnahme des jüdischen Religionsunterrichtes gar nicht zugelassen werden. In den Gewerbeschulen studierten im Jahre 1882 . . 39 Juden unter 1325 Christen „ „. 1886 . 294 „ „ 2015 „ Au der Lemberger Universität studierten im Jahre 1871 . . 7-2% der Gesammtstudenten „ » 1880 . . . 9-4°/o „ „ „ „ 1890 . . . 20% „ An der technischen Hochschule in Lemberg studierten im Jahre 1894 . . . 25 Juden unter 254 Christen „ „ . .1895 . . . 21 : „ „ 248 „ : „ „ 1896 ... 31 „ „ 324 Bei der Beurtheilung der viel verschrienen Moral der galizischen Juden unterlassen es ihre Gegner wohlweislich, in die Sache rechtes Licht zu bringen. Ich will nicht verhehlen, dass die Kriminalstatistik bei den Juden Galiziens eine bedeutendere Betheiligung derselben an den aus Gewinnsucht entspringenden Delicten als bei der einheimischen Bevölkerung aufweist. Es muss aber mit Nachdruck hervorgehoben werden, dass infolge der verschwindend geringen Betheiligung der Juden an den anderen Arten der Delicte jenes Plus ganz neutralisiert wird und dass ihre ausschliessliche Beschäftigung mit dem Handel diese Art der Delicte züchtet. In politischer Beziehung spielen die Juden Galiziens eine ziemlich klägliche Rolle, indem sie der — die anderen Stände unterdrückenden — polnischen Schlachta politische Handlangerdienste leisten und dafür das Recht erlangen, von den aufgehetzten masurischen Bahn- und Bergarbeitern tüchtig geplündert zu werden. Chodorow, Schodnica und die Militärexcesse in Tarnow waren der wohlverdiente Lohn für die Gefolgschaft, welche die Juden Galiziens der Regieiung und der polnischen Schlachta bei den letzten Wahlen mit auffallender Rücksichtlosigkeit für ihre ureigensten Interessen geleistet haben. Doch die abscheulichste Corruption und der schlimmste Despotismus wird in den jüdischen Cultusgemeinden Galiziens gezüchtet und soll politischer Sinn und politische Charakterfestigkeit unter den Juden Galiziens geweckt werden, wozu hie und dort hoffnungs- (