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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 3

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 3 (sequence 5)
Language
German, English, Hebrew
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3 — Mrige fremder Staaten und verlangen Einlass in eine Provinz des türkischen Territoriums- Allein in der wohlbekannten Gnade des regierenden Sultansr in seiner Ueberzeugung von der Treue seiner jüdischer Unterthanen, in seiner Ueberzeugung, dass Juden überallhin Segen: bringen, wo sie sich niederlassen, wird seine Majestät der Sultan nicht verfehlen, *eine grössere Zahl solcher emsiger civilisatorischer Elemente seinem Reiche einzuverleiben. Unseren Assimilanten, die mit uns nicht mitgehen wollen, die in übel angebrachter Selbstverleugnung ihrem Ehrentitel „Nationtt entsagen und in der zionistischen Bewegung eine Gefahr für ihre bürgerliche Stellung erblicken, und die ihr Heil einzig und allein im völligen Aufgehen in anderen Nationen erblicken, rufen wir die Worte zu, die der jüdische Feldherr an seine Soldaten vor der Schlacht zu richten pflegte: „Jeder Zaghafte und Weichherzige bleibe zu Hause." Eine Nation wie Israel, die seit 3000 Jahren, auch ohne allen $chulzw;ang, keinen Analphabeten in seinem Schoosse duldet, eine Nation, der selbst alle Mächte der Hölle im Yerlaufe von Jahrtausenden ihr nationales Bewusstsein nicht haben rauben können, besitzt noch Lebenskraft genug, um ein selbständiges nationales Dasein zu führen und kann sich nicht selbst aufgeben. Als Nation haben wir unsere thaten- und einflussreiche Geschichte und der erste Freiheitskampf, den die Weltgeschichte aufzuweisen hat, ist der Auszug unserer Yäter aus Egypten, mit dem -•erst die Geschichte der Völker anfängt. Aber die Geschichte Israels ist die Geschichte des welterobernden Gedankens. Die erste geordnete humane Gesetzgebung ist die jüdische. Unsere uralte classische Litteratur ist unter dem Namen Bibel in alle civilisierten und halbcivilisierten Sprachen übersetzt, sie dient Hunderten, Millionen von Familien als Haus-: und Erbauungsbuch. Unserer Gesänge (Psalmen) bedienen sich die Priester aller Confessionen. j Der jüdischen Nation fehlt zur Vollständigkeit Mos ihr Vater-; Tand. Darüber wollen wir eben berathen. — Uns ist die Furcht ..*.'>■< " ' ' * ■■ 4er Assimilanten vor der Besiedelung Palästinas mit Juden nicht einleuchtend. Wieso können diese den unter den Völkern zurück4- » gebliebenen Stammesgenossen schädlich werden? Bis jetzt bestehen bereits 32 Judencolonien im heiligen Lande und wir fühlen uns durch sie gar nicht beeinträchtigt; ebensowenig hat die Palästina- Ausstellung in Berlin, Köln und Breslau irgend welchen Nachtheii verursacht. Ebensowenig schaden uns die sonstigen zahlreichen jüdischen, thatkräftigen, unternehmungslustigen Einwanderer nach Jerusalem und anderen Städten des heiligen Landes. Aber der Congress, ja der Congress! Dieser Congress ist, abgesehen von dem auf demselben zu behandelnden Gegenstände^ nichts anderes, als eine öffentliche Volksversammlung, um gegen

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