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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1912-01-01 · 4 (1912) · p. Seite 129

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
15 (1912)
Issue
4 (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 129 (sequence 27)
Language
German
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— 129 - II. „Main ganzn Lebn wos ich hob varbracht, Is mir giwesn wie a finstere Nacht; Dos Kind is bai mir giwesn main einziger Schein, Haint laidt sie (es) nebach greis Zores (Leiden) un Pain! III. „Mit die Blut vun main Harzn hob ich ihm derzeign, Giwaschn hob ich ihm mit die Thrärn vun maine Eigu, Un haint vargisst man ihm wie Wasser sain Blut (Izt zapt men [im sein Blit), men brecht ihm die Beiner. Er schrait un weint, es helft ihm nit keiner. IV. Sain (Dain) Schraien hob ich in Keiwer (Grab) derhört, Sain Weinen hot mir(ch) vun main Ruh' gistört, Saine Thrärn sainen mir in Keiwer araingirunnen Sain Blut hob ich af meine Tachrichim (Totenkleider) gifunen! V. „Jainkew, Jainkew! du bist giwesn main Mann, Jetzt bist du dem Kind's Tyrann: Dain Harz is vun Aisn, un du bist vun Stein, Auf dem Kind's Zores darfst doch zugein! [Oder: V. Mordche, Mordche, du bist giwesn main Mann, Bist giwesn dem Kinds Voter gitrai; — Wenn du bist vun Aisn un dain Harz vun Stein, Könnst dos (denn) hörn dain Kinds Giweiu?!] Oder: V. „Du, main liebster, du, main bester — du, main Mann, Bai dir is a Harz vun a Tyrann: Du bist vun Aisn, du bist vun Stein, — Wie könnst du vartrogn main Kind's Giwein?" (oder: dem — —) VI. „Steit uf alle Teite, steit uf gischwind, Steit uf un ratewet (vom russ. „ratowat" retten) main einzign Kind! Alle Meissim (Toten) schwaign, alle Meissim ruhen, Ich muß zu Gotts Kisse ha-Kowed (Ehrenthron) fliehen! VII. „Vun Gotts Stuhl well ich nit obtretn, Bis wannen Er wet derhörn main Betten: „Ribeine-sel-Eilom, du host maine junge Johrn obgischnittn. Bist-e mechujew (verpflichtet), dem(n) Jossem (Waise) zu hütn kjg f Ribeine-sel, Eilom, wu is dain Rachmones (Erbarmen)? \ Du bist doch Awi Jesseimim w'Dajon Almones (Vater der [Waisen und Richter für die Witwen).44

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