Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 15 (1912)
- Issue
- 4 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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— 124 — Schlecht E?ybt£> Men tur nit sugen schlecht, es kenn doch noch sejn erger. Schmaden iinct? Er hot sich geschmadt nit zü lieb dem zejlem ün nit zü lieb dem goj. Schmecken ]Vp$KW Es schmeckt mit mikwewasser. Schnirel byrtä Nem em af'n schnirel. (Reihe ihn auf auf eine Schnur, dann kannst du ihn lenken; ähnlich im Deutschen: Sie hat ihn am Schnürchen. D.) Schrejen — ]V^$' Geh, schrej, ani schjojnioj; d. h. es wird dir doch niemand glauben; abgeleitet von der talmudischen Legende (Gittin 68b), nach welcher Salomo, als er von Asmodai, dem Fürsten der Dämonen, entführt worden war, als Bettler umherirrte, und wo er sich immer zu erkennen geben wollte und sagte: „Ich bin Salomo," keinen Glauben fand. Tejrüz yrrn A tejrüz is a ganow. Taaniss rVjJ/FI Wus hot men fün taaniss, men blejbt gierig. Tschüwu n^itfn Tschüwu is a duwor gudojl, ober zu tschüwu tur men noch sejn [a ehrlicher jüd-, d. h. um Buße tun zu könneu, bedarf es auch schon eines großen Maßes von sittlicher Stärke