Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 15 (1912)
- Issue
- 4 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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— 122 — Klejd n^Sp Schanowe dem klejd wet dir dus klejd schanowen; schanowen poln. szanowac schonen. Sinn: Schon dir dein Kleid, so wird dir dein Kleid Hochachtung verschaffen. Klejn )»bp Klejne kajen wus grojsse schpajen; vgl. Bern. No. 160. Kr um Caop Dus is mejn krum. Krazen ]P2&np Er krazt dem rechten ojhr mit der linker hand; vgl. Bern. No. 2755 (vgl. Pollack, wu host dü dos linke Ohr?). Kojrach PPp Er is arejn gesunken wi kojrach. Krig :np A krig is wi a krez, wus men krazt mehr wet si all's gresser. Krigen jjjynp Par era hoben sich gekrigt siben schtedt, itliche hot gewollt, as er [soll dawwenen in der zwejter schtudt; ironisch von einem Chason, den niemand haben wollte. Krichen |V2np 1. As men kricht mit ejn füss, kricht men schojn mit dem zwejten. 2. Er kricht schojn prost fün di haut; d. h. er fährt geradezu aus der Haut. (L.). Kaschju fcOl^p Fün a kaschju schpringt arojs nit willendig a tejrüz; vgl. den Anfang von Bern. No. 3448. Rubel bvvn A ojsgezejlter rubel. Rejch 1. Reiche lojt machen fette hojt. 2. A rejcher man, er hat a füllen hinten mit hur; vgl. Mitteil. Heft 18 S. 64 No. 522; aber nicht ironisch zu nehmen, sondern ernst: Er ist reich, denn er hat nicht, wie ärmere Leute, nur am Kragen Pelz, sondern über den ganzen Rücken hin. (S. Beilin.) Rejschu Nl^n Er ligt in dem berejschej uberubej; d. h. ganz und gar. Reden jjnjn Er redt iber schchem ün jojsseif; d. h. über alle möglichen Dinge.