Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 15 (1912)
- Issue
- 4 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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— 107 - Areijnsehtelen i^r^r'HN Er sehtelt arejn a floken in plajnken; einea Pflock in einen Zaun. Urem CJTlN 1. As men ruft dem urem tanzen, gejt der klesmer p . . . . en; vgl. Bernstein Erotica No. 27. 2. A urem leben — a ehrlich leben. Urem-man ]wc~Cjn.N 1. Dem urem-man is doch erger wi dem uni; Wortspiel: weil das Wort „arm" die Armut brutaler zum Ausdruck bringt. 2. Er hat üb dem urem-man bepojel mamesch. 3. Er is far mir a zu gewirescher (oder tejerer) urem-man. 4. A urem-man is erger wi a meschumed. 5. A urem-man tur nit geboren weren; vgl. Bern. No. 158. '6. A urem-man zuhlt far dem gergobi (ppllp?) wi der rejcher far [dem besten flejsch; ähnlich Bern. No. 291; gergobi (?) wohl hier minderwertiges Fleisch. 7. A urem-man wi a summertug; d. h. seine Armut ist so groß wie die Länge eines Sommertags. 8. Bej a urem-man zwej ssimches far ejn mul! vgl. Bern. No. 300. Uremkeit E"pCjrjN Uremkejt is kejn schand nit, ober kejn schaindl ojch nit; ähnlich Bern. No. 258 und 1618. Attoh-wechartonu ^nin?~nr)N Er is a ganzer attoh-wechartonu; ähnlich . . . a ganzer mojrejnu, a ganzer jacnson; vgl. „hunion"; s. Mitteil. XIII Heft 4 S. 132 No. 68. Bube 5/5x2 1. A bubes a zwjek; poln. cwiek Nagel; von einer sehr entfernten Verwandtschaft. 2. Ich lach vun sejn bubeti. Bitter Bitter wi der tojt; in Anlehnung an Kohelet 726. Bissel bvü^ 1. A bissei arojsgetrieben dem dalus. 2. A bissei fargessen un di zurojs. 3. A bissei sich obgesiwezt (aufgeatmet). 8*