Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 15 (1912)
- Issue
- 2 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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— 70 — Doch wie konnte er Hagars Kinder so ganz umgehen? Sie waren, lautet die Deutung, Kinder seiner Magd, die nicht erbfähig waren, und auch als er sie zum zweitenmale geehelicht, blieb sie nur sein Kebsweib, dem er allerdings die sonstigen Bevorzugungen eines rechten Weibes eingeräumt hatte, deshalb Ctfi^ön ohne ''(!), weil es nur auf ein Kebsweib, auf Hagar oder Ketura hindeutet1). 256 n:nc crnss in: . . . rrtW^Du Und den Söhnen des Kebsweibes gab Abraham Geschenke. — Diese Geschenke, so wird erklärt, bestanden iu der Belehrung, Dämonen durch gewisse Zeichen sich Untertan machen zu können. Nach anderen lehrte er sie den Namen Gottes erkennen, damit sie später, wenn sie unter den götzendienerischen Völkern wohnten, noch einen Anhalt hätten, um ihr Seelenheil zu retten. — Wozu versicherte Abraham seinen Sohn Jizchak nochmals des einstigen Besitzes seines Vermögens, nachdem er damals dem Elieser schon die Schenkungsurkunde übergeben? Er übergab l1? ^2, alles was sein war, nämlich die volle Kraft, durch heilsames Wirken Segen und Gotteserkenntnis verbreiten zu können2). 25 8 yDtri pi # . ♦ CmüN n^l JJWl Abraham starb alt und lebenssatt. Wie viele gehen dahin, ohne von den Genüssen und Gütern dieser Erde gesättigt ihr Leben zu beschließen. Abraham begnügte sich aber freudig mit dem, was ihm Gott beschert. Der Ausdruck deutet auf seinen sanften, schmerzlosen Tod hin, nachdem er sich jeder irdischen Sorge entledigt und sein Haus bestellt hatte. Mit demselben Ausdruck jedoch wird der Untergang des freventlichen Geschlechtes der Sintflut erzählt und dort besagt er einen jähen, unvorhergesehenen Tod, der eine letztwillige Verfügung nicht zuläßt3). 259 ^JJDt^l pniP IHN nup1! Es begruben ihn Jizschak und Ischmael. — Ischmael hatte reumütig Buße getan und er ließ dem von ihm als würdiger anerkannten jüngeren Bruder den Vorrang. Daher wird der ältere Ischmael zuletzt genannt4). 25 u .. pnsr hn cm ^nzpi crnDx nie nr»N TP1 Nach dem Tode Abrahams segnete Gott den Jizchak mit dem Segen, den man Trauernden angedeihen läßt. Nach anderen hat Abraham keineswegs dem Jizchak die Segnungen, die Gott ihm in so reichem Maße angedeihen ließ, dem Jizchak übergeben, denn er sah mit hellem Auge, daß der Frevler Esaw ihm entstammen werde, er überließ es vielmehr dem Allgütigen, seinem Sohne den reichsten Segen zu spenden, deshalb heißt es prßP n*c üprk "pim Und Gott segnete den Jizchak5). x) Rasi z. St. 2) ßasi z. St. s) Bech. z. St. 4) Bech. z. St. 5) Rasi z. St.