Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 15 (1912)
- Issue
- 2 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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— 68 — 244g HCfcfl ~Dn C^y CK nnjn Wollt ihr an meinem Herrn Liebe und Treue übeu. — Wie konnte hier von einer besonderen Vergünstigung die Rede sein, da Elieser die Ribka für ein Haus verlangte, in dem Reichtum und alle Tugenden heimisch waren? Man wußte jedoch — so wird erzählt — daß einst die Nachkommen in mizrischer Knechtschaft schmachten würden, und Elieser bat. dies nicht in Betracht zu ziehen. — Auch wird gefragt, warum hier der Ausdruck ncfrtf "DD angewendet wird, der als HCX "Dm wahre Wohltat nur von solchen Taten gelten, die man einem Toten erzeigt, von dem man keine Vergeltung mehr erhoffen könne. — Elieser jedoch meinte damit, daß sie uneigennützig sein Ansuchen erfüllen möchten, da er nicht gedenke, die Gewährung seiner Bitte auch fernerhin mit einem Geschenke zu lohnen. ^NCIT bv IN* bv m:5*0 Daß ich mich rechts oder links wende zu dem Hause Ismaels oder Lots1). 24 50 ^P.«1 p1? jjW. Und es antworteten Laban uud Bethuel. Laban, dem die Rede allerdings besser zu Gebote stand, als dem Vater, sprach hier ruchloserweise vor dem Vater. Zudem begann er 2V£ IN JH ybü "D" b-lj üb Wir können nichts erwidern, weder Böses noch Gutes. Der Böses trachtende Laban erwähnt unwillkürlich das Wort jn vor 2V£2). 24.5t 1^ Hp "pj£b Hp21 ron. Hier ist Ribka, nimm sie und geh. Laban wagte es zuerst nicht, dem Elieser Schwierigkeiten zu machen, fürchtend, er könne das Mädchen im Stiche lassen. Nachdem er sie jedoch durch Hingebung der Brautgeschenke zu seines Herrn Braut bestimmt hatte, versuchte es Laban, ihm Hindernisse in den Weg zu legen, wie es auch weiter heißt: 2455 IjPIN my:n Möge das Mädchen noch eine Zeitlang bei uns bleiben3). 24 57 PPE) rix n^NtWl mv^ *np: Wir wollen das Mädchen rufen und sie befragen —, eine Lehre, daß man ein Mädchen nicht verheirate, ohne ihrer vollen Einwilligung gewiß zu sein4). 2457 l^N ""lCNffl Und sie sprach: Ich will gehen, wenn Ihr es auch nicht erlaubt5). Elieser wird hier in diesem Abschnitte abwechselnd mit Knecht und Mann bezeichnet. Es wird folgendermaßen gedeutet: Ehe er von dem Engel an der Quelle zur hohen Mission der Werbung bestimmt war, wird er 12V, ein Knecht, genannt, dann aber ttftf, ein Vornehmer, ein Mann. Nachdem jedoch seine Mission erfüllt und die Ribka für seinen Herrn geworben war, wird er wieder mit dem Ausdruck Knecht bezeichnet, außer, wo sie die Ribka fragten: Mim &'\xn CV "C^nn, wo sie ihn ') Rasi 24. 49. -) Rasi 24. 50. 3) Rasi z. St. 4) Rasi z. St. n) Rasi z. St.