Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 15 (1912)
- Issue
- 2 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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— 66 — ~^yzh *\D$hü rhw aon •. rvzv ^np? itrN cwn 'n. Der Gott des Himmels, der mich aus dem Lande meiner Geburt geführt und mir es also erschwert, mit meinem Vaterhause wieder anzuknüpfen, er wird dir seinen Engel schicken, um dich die Sendung leicht und glücklich zu Ende führen zu lassen1). 2410 vnN ^EüD Erbe: mtry "ayr. np'n Der Knecht nahm zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn, die leicht kenntlich waren, da sie, damit sie nicht auf fremden Feldern weiden sollten, mit Maulkörben versehen waren2). ITC ^2 Mit allem Guten seines Herrn in der Hand. Abraham übergab ihm eine auf Jizchak ausgestellte Schenkungsurkunde aller seiner Güter, damit seine Verwandten um so leichter einwilligten, ihm ihre Tochter anzuvertrauen3). 24 u pTO1^ nrcin nnx Sie hast du bestimmt für deinen Diener, für Jizchak. Der treue Knecht sagte sich, daß sich das Mädchen in Gegenwart der Eltern vielleicht nicht so natürlich und ungezwungen geben würde, daß sie sich, wenn sie den Zweck seiner Sendung ahnte, von der Eingebung ihres Gemütes sich nicht bestimmen lassen würde —, er wollte ihr am Brunnen begegnen, um sie freimütiger und ungezwungener zu finden und ihren Charakter besser beurteilen zu können4). 2415 ^2~ö Tfr2< CT£ Vf»! Noch ehe er ausgeredet. Das scheinbar überflüssige Wort Nin deutet auf den Allgütigen, von dem es heißt ITuN l1?! WJ? der Elieser in dieser Angelegenheit seinen besonderen Schutz angedeihen ließ5). 2416 TTC Nt>crfl H^yn "ini Sie stieg zur Quelle hinab und füllte ihren Krug. Nicht das Wort „schöpfen" ist hier angewendet, weil das Wasser ihr auf wunderbare Weise entgegenkam6). Und sie stieg herauf. Keusch und sittsam wie sie wrar, hielt sie sich, wie ihre Gefährtinnen, nicht plaudernd am Brunnen auf, sondern sie wollte sich, nachdem sie ihr Geschäft vollbracht, sogleich entfernen7). 2422 -Hi Cij l!f\xn "p^l Der Mann nahm einen goldnen Ring. Er nahm ihn, ohne ihn ihr noch zu geben, bis er sie nach ihrer Herkunft und Familie gefragt. Nach anderen jedoch hatte er den Ring, auf die hohen Verdienste Abrahams vertrauend, als dessen Bote er gewiß den richtigen Weg gehen werde, ihr vorher schon gegeben, schon deshalb, um sich als den Diener eines reichen und vornehmen Mannes zu zeigen. — Nach einer Deutung erinnern: ') Rasi 24. 7. 2) Rasi 24. 10. 3) Rasi 24. 10. 4) Bech. z. St. 5) Bech. z. St. 6) Bech. z. St. 7) Bech. z. St.