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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1912-01-01 · 2 (1912) · p. Seite 61

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
15 (1912)
Issue
2 (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 61 (sequence 23)
Language
German
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— 61 — 22 7 'CN -72*01 T»2N cmZN b$ pfiiF 10*01 Und es sprach Jizchak zu Abraham, seinem Vater, und er sprach: Mein Vater! Ahnend, was ihm bevorstand, rief er das Gefühl der erbarmungsvollen Liebe des Vaters an1). ^2 "IC^l Und er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Mir ist es vollkommen bewußt, so sagte er sich, daß mein über alles geliebter Sohn es ist, den ich dem heiligen Willen Gottes opfern will und dennoch kann ich nicht zögern, es zu vollführen. Da endlich fragte Jizchak: Ich sehe das Holz und das Feuer, doch wo ist das Opferlamm? Und Abraham antwortete: Gott wird sich das Opfer ausersehen; und Jizchak begriff, daß sein Leben gefordert werde. Und zum zweiten Male wird bemerkt: TIPP crTOtt* Auch nachdem Jizchak der Zweck der Mission klar geworden, gingen sie, von dem einmütigen heiligen Gedanken der Hingebung an Gottes Willen beseelt, dem Ziele ihrer Wanderung entgegen2). Da, so erzählt der Midrasch, stellte sich der Satan in der Gestalt eines freundlichen Greises ihnen in den Weg und sprach zu Abraham: Du willst deinen geliebten Sohn, die Freude deines Alters, opfern, grausamer Vater? Gottes Wille geschehe, antwortete Abraham. Und er wandte sich an Jizchak: Du glaubtest, Gott dein Leben zu weihen und dein Vater führt dich zum Tode. Was Gott tut, ist wohlgetan, war Jizchaks Antwort. Auch an Sara, der Abraham die Absicht seiner Wanderung verheimlicht, hatte sich der Satan gewandt, doch auch sie hatte sich ergeben einem höheren Willen gefügt. Als sie weiter schritten hemmte ein reißender Strom, in den sich der Satan verwandelt hatte, ihre Schritte. Sie kämpften mit den Wellen, riefen Gott an in ihrer Not und der Strom verschwand. Wessen Opferfreudigkeit, so wird gefragt, war die größere, die des Vaters oder die des Sohnes? Die Abrahams, meinen die einen, denn schwerer ist der Entschluß eines heiß liebenden Vaters, sein Kind zu töten, als der des Sohnes, der still duldend den Tod erleidet. Andere jedoch nehmen an, daß Jizchak verdienstvoller handelte, der sich dem Geheiß seines Vaters, eines Menschen, willig fügte, während Abraham den Willen Gottes von ihm selbst vernommen und ihm die Heiligkeit jenes Willens sich also überzeugender aufdrängen mußte*). 229 nuicn PK cm^N Ctr Und Abraham baute dort den Altar, an derselben Stelle, an der auch Adam einst geopfert. Jizchak konnte jedoch nicht mithelfen, da Abraham ihn während des Aufbauens vor dem allzeit hindernden Satan verbergen mußte, der den Jizchak zum Opfer untauglich machen wollte4). 132 pHST f!fr\ IpV^ Und er band seinen Sohn, damit er nicht im Bewußtsein des nahenden Schrecknisses erzittere, und Jizchak *j Bech. z. St. -) Bech. z. St. 3j Pirke di RE K. 25. 4) Bech. z. St,

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