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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1912-01-01 · 2 (1912) · p. Seite 57

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
15 (1912)
Issue
2 (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 57 (sequence 19)
Language
German
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— 57 — Laude, denn ihm war bewußt, daß sein lasterhaftes Volk sich nicht enthalten würde, Sara, das Weib Abrahams, zu belästigen; jedoch Abimelech wußte, daß seine Diener und Untertanen ihres Königs Willen achten und Abraham und dessen Weib nach ihres Königs Beispiel in Ehren halten würden. Darum konnte er getrost zu Abraham sagen: 2015 ^"IN mn. „Siehe mein Land ist vor dir, wohne wo es dir gut dünkt, damit deine Verdienste und dein Ansehen vor Gott auch für mein Land Segen bewirken kann 211 rn&' PN "pD TP. Sogleich, nachdem Abraham für das mit Unfruchtbarkeit geschlagene Gesinde Abimelechs gefleht, bedachte Gott Sara, und sie ward schwanger. Dies lehrt uns, daß der Gottesfürchtige durch die Gewährüng dessen belohnt wird, was er für andere innig erbittet. — Gott gedachte es der Sara, daß sie aus den Häusern zweier Könige rein und unbefleckt gegangen, er gedachte ihrer mit besonderer Fürsorge, denn nur durch eine wunderbare Fügung war es möglich, daß ein Paar in solch hohem Alter Kinder zu zeugen imstande war2). 212 "OH -tt&'*a rnvb n iryn Der Ewige tat der Sara, wie er verheißen — in reichstem Maße, denn sie war trotz ihres hohen Alters imstande, nicht nur ihr Kind zu säugen, sondern noch die Kinder der ganzen Umgegend3). 216 W>rk TWV pns mir "ICNm Und Sara sprach: Eine Freude hat mir Gott bereitet. V pHK1 yccn /- Wer es hört, wird sich mit mir freuen, denn an dem Tage, da sie den Jizchak geboren, wurden Kinderlose bedacht, die Kranken genasen, und die Gebete wurden erhört4). 218 brö m&'C crrCN mm bei" mV; b~F> Als der Knabe entwöhnt war, veranstaltete Abraham ein großes Mahl den Vornehmen seiner Zeit. Auch Og war zugegen; er hatte einst der Sara prophezeit, daß sie niemals Kinder gebären werde. Man stellte ihn darüber zur Rede. Schwach wie eine Fliege, erwiderte er, wird der Sprößling meiner Kraft erliegen. Und Gott bedeutete ihm, daß seine Macht einst an dem Glücke der Nachkommen Jizchaks scheitern werde5). pmiP P.N büln CV2 An dem Tage, da man ihn entwöhnte —, warum nicht an dem Beschneidungstage? Abraham feierte die Zeit, in der die Vernunft in dem Geiste seines Kindes ihren Einzug hielt, wo er anfing, der Erkenntnis Gottes entgegenzureifen. Jedoch demMidrasch zufolge deutet das Wort?c:n auf den Beschneidungstag, indem gelesen wird: pn^ f!N *?E üm Am achten Tage beschnitt r) Bech. z. Si. *2) Bech. z. St. 3) G-R. z. St. 4) Rasi 21. 6. 5) Bech. z. St. Mitteilungen z. jüd. Volkskunde 1912, 2.;>

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