Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 15 (1912)
- Issue
- 2 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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— 56 — 19 29 nrsnn?nc mb ax rhwi cms« nx wrhx i:n Gott gedachte Abrahams und sandte Lot aus der Zerstörung. Lot hatte, als Abraham dem Pharao wegen Lebensgefahr verheimlichte, daß Sara seine Gattin, auch seinerseits geschwiegen und dieses Verdienst rettete ihn vom Untergänge,). 19 31 pN2 ]\N *pT WDN Unser Vater ist alt und ein Mann ist nicht im Lande. Die Töchter Lots glaubten, daß das menschliche Geschlecht gänzlich vernichtet sei, und da sie, trotzdem dem Geschlecht Noahs die Ehe zwischen Vater und Tochter erlaubt war, ihren Vater nicht zur Verbindung auffordern wollten, gaben sie ihm Wein zu trinken, den Gott ihnen in die Höhle gesandt. Für diese Rücksicht wurden sie belohnt, indem der ältesten Tochter Ruth, die Stammutter des Davidschen Hauses, entstammte, der jüngsten Noemi, die Stammutter des jüdischen Königs Rehabeam 2). 1937 Die älteste nannte ihren Sohn 2ND „vom Vater". Die wenig keusche Andeutung ward an dessen Nachkommen geahndet, denn Israel war es erlaubt, die Moabiter, wenn auch nicht zu bekriegen, so doch in anderer Weise zu demütigen. Der jungern Tochter Nachkommen jedoch, die ihren Sohn p Sohn meines Volkes genannt, waren in jeder Weise der Schonung Israels empfohlen3). 201 omZN CTO JJD1! Abraham reiste von dort gegen Süden. Nachdem die Städte verwüstet, war auch das Land entvölkert. Kein Wanderer zeigte sich auf der Landstraße, an dem Abraham hätte Gastfreundschaft üben können, zudem war durch Lots Verbindung mit seinen Töchtern ein Makel auf den Ruf der Familie Abrahams gefallen3). "ITD Z^i Und er weilte in Gerar. Was hatte Abraham veranlaßt, wieder denselben Gefahren sich auszusetzen, denen er einst bei dem ägyptischen Pharao so wunderbar entronnen? Aber er hatte dieses Mal seinem Weibe den Scheidungsbrief gegeben und gab sie für seine Schwester aus. Und der König Abimelech von Gerar, als er vernahm, daß der sehr angesehene Abraham eine Schwester besaß, wollte Sara, um eine Verbindung mit Abraham zu bewerkstelligen, zum Weibe nehmen. Pharao hingegen hatte sie nur ihrer gepriesenen Schönheit halber für sich gewinnen wollen. Und Gott sprach zu dem frommen, edlen Abimelech im Traum (— Pharao war solcher Bevorzugung nicht gewürdigt worden —): „Es ist das Weib des Abraham, laß ab von ihr. Denn ein Scheidebrief, den er ihr in der Not gegeben, hat keine Gültigkeit." Den gewalttätigen Pharao und sein Gesinde schlug Gott mit Aussatz, der Strafe der schlimmen Rede und des bösen Willens, des frommen Abimelechs Haus jedoch mit Unfruchtbarkeit, damit er die Ursache der Strafe erkenne und nicht sündige. Pharao wies nach geschehener Aufklärung den Abraham aus dem M Bech. z. St. 2) Bech. z. St. ») Rasi z. St.