Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1912-01-01 · 2 (1912) · p. Seite 51

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
15 (1912)
Issue
2 (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 51 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2638044-2638063-2638065--1252-3525465
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

— 51 — KTU 181 'H l^N NT"! Und Gott erschien ihm, der freudig und ohne Murren die Beschneidung an sich vollzogen, den an deren Folgen noch Leidenden zu besuchen *C1CC ^frC, im Haine desselben Mamre, der wie schon früher berichtet, ihm geraten, den Willen Gottes zu ehren um die Beschneidung ohne Säumen selbst an sich zu vollziehen, und Gott erschien ihm im Haine, um Abraham damit anzudeuten, daß wie der Baum wächst und Früchte trägt, auch ihm noch im Alter Kinder zuteil werden sollen1). ClVi Ci"C br^7\ nr.S Nim Er saß an des Zeltes Türe in der Tageshitze, damit die wärmende Sonne ihn heile2). Andere deuten, daß Gott die Sonne besonders heiß strahlen ließ, damit die Wanderer den Weg scheuen und ihn nicht heimsuchen sollten. Doch als Gott sah, daß es ihn betrübte, die Gastfreundschaft nicht üben zu können, sandte er ihm drei Engel in Menschengestalt. Es waren Michael, der Engel des Erbarmens und der Milde, der ihm die Geburt des Sohnes verkünden, sowie er auch späterhin den Lot aus Sodom erretten sollte, Raphael, der Bote der Genesung, der Abrahams Wunden heilen sollte, und Gabriel, der Engel des Gerichts und der Bestrafung der Schuldigen, der später Sedom und Amora zerstörte. Ein jeder hatte seine Sendung zu vollführen und keinem war es gestattet, für den andern zu handeln3]. 18 2 CrtfrOp^ fcTW Vbv Cras: Q'tWK nt^t? Drei Männer standen neben ihm, und er sah sie und lief ihnen entgegen. Sie standen neben ihm plötzlich, ohne vorher sichtbar gewesen zu sein. Als sie sahen, daß er noch an den Folgen der Wunde litt, wollten sie sich entfernen und er eilte ihnen nach4). 183 ^"IN Und er sprach: Mein Herr. Er sprach zu jenem, der ihm der vornehmste schien: Gehe nicht vorüber vor deinem Knechte5). Es war Gabriel, dem die Mission der Zerstörung Sedoms und Amoras oblag, der also keinen Grund hatte, zu bleiben. Bleibe auch Du, o Herr, wie deine Gefährten, meinte Abraham, und verschmähe mein Haus nicht. Nach anderen war es Gott, der ihm erschienen und an den er die Worte Tltf "ICK^ richtete, er entschuldigte sich gleichsam bei der Erscheinung Gottes und bat ihn, noch lange bei ihm zu verweilen, während er die Gastfreundschaft an den vermeintlichen Gästen übte6). 18 4 Qybr) V*rm Und wascht Eure Füße. Als Gabriel seiner Bitte willfahrte, lud er sie alle drei ein, sich die Füße zu waschen, zu ruhen und sich zu erquicken. x) Bech. z. St. 2) Bech. z. St. 3j Bech. z. St. *) Rasi 18, 2. 5) Bech. z. St. 6) Bech. z St.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.