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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1912-01-01 · 2 (1912) · p. Seite 50

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
15 (1912)
Issue
2 (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 50 (sequence 12)
Language
German
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- 50 — gewöhnlichem Wege nicht möglich sei, daß ein Ehepaar von so hohem Alter Kinder zur Welt bringen könne, es müßte denn eine besondere, wunderbare Fügung des Himmels sein1). 1719 pn2T DK ruxnpl Abraham hatte gelacht, als er von der bevorstehenden Geburt des Sohnes hörte, doch es war nicht das Lachen des ungläubigen Spotters, sondern das der höchsten Freude und Zuversicht. Um dies zu bekräftigen, befahl Gott, daß er dem Sohne den Namen Jizchak gebe. Und dieser Name, von Gott selbst gegeben, ward nie verändert, wie der Abrahams, der früher Abram. wie der Jacobs, der auch Israel genannt wurde. Auch fielen in die Lebenszeit Jizchaks keinerlei Stürme und Umwälzungen, wie in die des Vaters und des Sohnes. Sein Name konnte also nicht als Zeichen eines bedeutungsvollen Ereignisses verändert werden. Auch ist der Name pnsP2) in seinen Buchstaben eine Andeutung der naheliegenden Umstände. Die das Zeichen der 10 Prüfungen, die Abraham bestand, die i>* das Lebensalter Saras, als sie Jizchak gebar; — n der Beschneidungstag (der 8. Lebenstag) — p=100 das Alter Abrahams bei seines Sohnes Geburt3. 17 20 "P^P CWJ "Itry Cjtr Deinem Sohn Ischmael werden zwölf Fürsten entstammen, mächtig zu ihrer Zeit und gebietend bei ihrem Volke — doch werden auch sie vergänglich sein, wie die Wolken (CKHW Spr. 25)4). 17 22 CH^ny bff) Abraham vollzog zuerst die Beschneidung an seinen Hausgenossen und dann an sich selbst, damit er, von seiner Wunde geschwächt nicht veranlaßt werde, die Beschneidung der anderen zu verzögern5). — in'njJ 1i#2 IHK l^ftPD Nach einigen vollzog Abraham die Beschneidung am Versöhnungstage, und alljährlich schaut der Allbarmherzige jenes Blut, das seinem Dienste geflossen, und läßt den reuigen Nachkommen Versöhnung angedeihen. Und besser denn Opfer ist die Beschneidung, denn diese wird an dem Körper vollzogen, während jene nur ein Geldopfer erheischen. — Drei Gebote sind es, die als Bundeszeichen und als Zeugnisse gelten, daß der gläubige Jude die Oberhoheit eines einzigen Gottes anerkannt: der Sabbat, die Tefillin und die Beschneidung. Mit zweien soll der Mensch täglich seine fromme Gesinnung bekunden, und darum ist er am Sabbat, wo er ohnedies zwei dieser Zeugnisse mit Begehung des Buhetages und mit der an seinem Körper vollzogenen Beschneidung ablegt, des Gebotes des Tefillinanlegens enthoben6). L) Beck z. St. *) Bech. z. St. 3) Rasi 17. 19 nach G. R. 4) Bech. z. St. *) Bech. z. St. 6) Bech. z. St.

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