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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 111

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1899
Issue
2 (1899)
Date
1899-01-01
Page
Seite 111 (sequence 25)
Language
German
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111 — die vierte Plage gegeben. עתב Die wilden Thiere haben zwar ein sehr wildes Aussehen, sind aber viel zu klein ausgefallen. Der Löwe, der den Kopf eines niedergefallenen Aegypters bearbeitet, sowie das rattenartige Thier, das einen Anderen anfällt, könnten in Wirklichkeit keinem sehr furchtbar werden, wenn sie nicht grösser wären, als sie relativ sein können. Pharao erwehrt sich, indem er sich abwendet und die linke Hand vorhält, eines eidechsartigen Thieres, das bereits bis zu seiner Schulter gelangt ist. Mächtig ist der Skorpion, dagegen bedroht ein fliegender Greil mit gelbem Kopf, grünem Leib und rothem Flügel einen Aegypter, der bereits von einer ihn heissenden Schlange umwunden ist. Moses und Ahron nehmen die in dem Früheren beschriebene Stelle und Haltung ein. Blatt 24 enthält oben die fünfte Plage. Rechts sitzt Pharao, vis-ä-vis stehen Moses und Ahron und zwischen ihnen zu einem Haufen übereinander verendete Thiere. Kaltblütig blickt der Pharao auf Ahron und Moses, welch’ letzterer auf die Opfer der Pest hinweist. Im unteren Bilde ist die sechste Plage dargestellt. Moses und Ahron nehmen die bekannte Stelle ein. Moses, den Stab auf den Boden gestützt, wirft mit seiner Rechten Ofenruss gegen den Himmel. Die Folgen davon äussern sich an 4 Aegyptern, von denen einer bereits zu Bette liegt, zwei sitzen neben ihm und scheinen auch wie der daneben stehende von den Entzündungen befallen zu sein. Pharao, der sich an seinem gewöhnlichen Platze befindet, macht mit der Linken eine abwehrende Bewegung. Blatt 25 ברד läutet die Ueberschrift. Pharao sitzt etwas ernster gestimmt auf seinem Platze, auch Moses und Ahron haben ihre gewohnten Plätze wieder. Dazwischen fallen, nachdem Moses seinen Stab geneigt hatte, grosse Hagelkörner, von welchen selbst die Bäume niedergedrückt werden, unter deren Kronen zwei Aegypter in gebückter Stellung Schutz suchen. Es scheinen Hirten zu sein. Auch ein Schaf sucht da Schutz. ארבה die achte Plage ist in folgender Weise zur Anschauung gebracht. Man sieht in der Mitte des Bildes die Heuschreckenschwärme um Bäume herum, Moses und Ahron stehen Pharao gegenüber, denn dieses Mal hat er sie zu sich beschieden. Moses scheint zu fragen, was sollen wir? und Pharao bekennt ihnen, dass er sich gegen Gott und gegen sie vergangen habe, und nun, so drückt es seine Miene und Handbewegung aus, sagt er: Flehet zu eurem Gotte, dass er diesen Tod von mir abthue. Blatt 26 die neunte Plage. Dieses Mal sitzt der Pharao in der Mitte des Bildes, ihm gegenüber steht Moses mit dem Stabe, für Ahron war kein Platz. Zwischen Pharao und Moses sieht man durch einen offenen Thorbogen in das Innere eines aegyptischen

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