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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 109

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1899
Issue
2 (1899)
Date
1899-01-01
Page
Seite 109 (sequence 23)
Language
German
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109 — Nicht viel besser ist das zweite Bild dieses Blattes. Man sieht dieselben Gespanne, nur sitzt auch Jacob auf einem aegyptischen Wagen sowie Benjamin, und יעקב וכל זרעו sind vor einem Hause in Aegypten angekommen. Blatt 19. Das Leichenbegängnis Jacobs. Auffallend klein ist der Sarg mit den sterblichen Besten Jacobs, den vier Söhne auf zwei Stangen tragen und der mit einem Bahrtuche bedeckt ist. Wenig dem Ernste des Falles entsprechend ist der Ausdruck in den Gesichtern der Leidtragenden, man kommt unwillkürlich auf den Gedanken lachender Erben. Das darunter befindliche Bild hat den Text: .וישב יוסף מצרים הוא ואחיו Dieses glaubte der Illustrator dadurch am deutlichsten zu versinnlichen, dass er die Söhne Jacobs vor Pharao, der auf dem Throne mit dem Scepter in der Hand und der Krone am Haupte sitzt, hintreten lässt. Sie sind alle in Mönchstracht gekleidet und man kann nicht bestimmen, welcher von ihnen Josef ist, der wohl auch, wie sie, sich bei der Rückkunft dem Pharao vorgestellt haben mag. Blatt 20. וימת יוסף ויישם בארון במצרים — מצרים משליכים אותו לגילום. lauten die Texte des mit vieler Sorgfalt ausgeführten Bildes. An der linken Seite ist ein Theil einer früh-mittelalterlichen Stadt mit Thürmen und Giebelhäusern, eingeschlossen von einer aus Quadern erbauten Stadtmauer mit Zinnen. Ara Fusse der Stadtmauer fliesst ein Fluss mit starkem Wellengang. Vor dem Thore der Stadtmauer, hart am Flusse sieht man zwei Gruppen von Männern, die einen offenen Sarg umstehen, sie haben gerade den Leichnam Josefs eingebettet. Sie blicken mit ernsten bestürzten Mienen hinein. Mizraim so lautet die Ueberschrift oberhalb der befestigten Stadt und ist also dieses durch diese Stadt und den Nil charakterisiert. Im Bilde darunter ist Pharaos Tochter mit ihren Mägden dargestellt, wie sie baden geht und das Kästchen im Flusse erblickt hat. Das Kästchen, das den weinenden hebräischen Knaben enthält, wurde schon vom W asser geholt und der Deckel aufgeschlagen, so dass man das Kind sieht. Von der anderen Richtung bringt die Schwester Moses ihre Mutter als die von der Königstoehter gewünschte Amme. Blatt 21. Moses weidet die Schaafe Jitros, seines Schwiegervaters, und kam an den Berg Gottes, den Horeb. Moses steht am Fusse des Berges, die Schaafe weiden im Grün der ansteigenden Höhe. Man sieht die Erscheinung des brennenden Busches, der nicht verzehrt wird, was sehr einfach, aber nicht ohne Geschick ausgeführt ist. Moses hat bereits die Stimme Gottes aus dem Busche gehört und hat seine Schuhe, die neben ihm am Boden stehen, ausgezogen; so steht er nun da als Hirte, in der Rechten hat er den Hirtenstab, den er in seiner Erregung mit

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